Tagebuch unserer Südafrika Reise vom 14.-29. November 2009

Samstag, 14. November 2009

Um uns schon mal auf die lange Reise einzustimmen, lassen wir es uns bereits am Flughafen Zürich gut gehen; wir essen ein feines Sushi Plättchen und asiatische Suppe in der Center Bar, Terminal 1.

Um 22:45 Uhr geht’s los: Swiss Flug LX 0288 fliegt uns nach Johannesburg. Mit der Nachtruhe war’s allerdings schlecht bestellt; eine kleine Göre, die kaum 3 Sekunden still sitzen konnte und ständig mit ihren Füssen strampelte, sass in unserer Nähe.

Sonntag, 15. November 2009

Kurz nach 10 Uhr landen wir in Johannesburg, wo wir (komischerweise?) als Transit-Passagiere dennoch unser Gepäck selber abholen und im „domestic Terminal“ wieder abgeben müssen.

Anzeigetafel der Flüge

Zwei Gepäckträger helfen uns natürlich umgehend, denn sie wissen, dass ausländische Passagiere (noch) kein Kleingeld in der Tasche haben und somit halt – wenn auch etwas zähneknirschend – ein „Nötli“ geben; wir sind die ersten 50 Rand los (ca. CHF 7.50) – was uns nicht weh tut, aber für südafrikanische Verhältnisse sehr viel ist (zu viel!)

Anyway – welcome to South Africa!

Um den Mittag verspüren wir den ersten Hunger und stürzen uns in eine südafrikanische Restaurant-Kette: „Wimpy“, welche vom Angebot mit McDonalds vergleichbar ist.

Die Begeisterung unserer ersten kulinarischen Erfahrung in Südafrika hält sich jedoch in Grenzen. Aber nachträglich können wir sagen, dass es nur noch besser kam!

Kurz nach 13 Uhr geht’s weiter mit dem Southafrican-Express Richtung George, wo wir unser Auto in Beschlag nehmen. Es ist ein brandneuer Chevrolet; die Fussmatten sind noch leicht ölig und das Chevrolet-Label auf dem Steuerrad ist noch mit Plastik abgedeckt!

Nach einer kurzen Fahrt von knapp 1.5 Std. erreichen wir das Kanonkop Guest House in Knysna. Was uns dort erwartet, ist überwältigend. Ein wunderschönes, gestyltes Guest House mit einem traumhaft schönem Zimmer – „The Forest“.

Forest Room des Kanonkop House

Hier unsere Bewertung bei HolidayCheck.de

Die Gastgeber Chris, Mark und Samantha Conyers sind ausgesprochen freundlich und geben uns alle möglichen Tips; der erste Vorschlag für’s Dinner stellt sich dann auch gleich als Geheimtip heraus; wir gehen ins Sirocco und lassen uns mit einer super feinen Seafood-Platte verköstigen. Und wieder werden wir von der Freundlichkeit der Leute überrascht.

Sirocco Restaurant in Knysna

http://www.sirocco.co.za/

Als wir anschliessend zum Auto gehen, will die Autotür einfach nicht aufgehen, ob wohl jemand hinter unserem Auto war und versucht hat, das Schloss aufzuknacken???

Aber plötzlich realisieren wir, dass wir ins falsche Auto einsteigen wollen. Auf Walter’s Spruch reagiert sogar der Security Guard mit einem Lächeln; „We were trying to steal a car. But it’s not so easy!“ :-)

Montag, 16. November 2009

Heute ist unser erster Golftag in Südafrika; wir spielen auf dem Pezula Championship Golf Course, der landschaftlich einer der spektakulärsten Golfplätze Südafrikas genannt wird. Der Kurs liegt hoch über dem Atlantik und über der Lagune von Knysna. Der Ausblick ist faszinierend und das Personal einmal mehr ausserordentlich gastfreundlich.

Pezula Golfplatz

http://www.pezula.com

Nachdem wir alleine gestartet sind, holt uns auf den ersten 9 Löchern ein Paar aus Lettland ein; Vitali Woods und Lydia – ein sehr witziges Gespann. Wir spielen den restlichen Course gemeinsam im Flight. Vitali hiess natürlich nicht „Woods“, aber so bezeichnete er sich nach jedem gelungenen Wunderschlag ;-)

Nach den ersten 9 Löchern machen wir unsere erste Erfahrung mit dem „Halfway House“, wo man jeweils einen kleinen Imbiss einnimmt. Später auf unserer Reise erfahren wir, welchen Stellenwert das Halfway House und dieser Zwischenimbiss bei den Südafrikanern hat. Es gehört praktisch zur Kultur!

Resultat nach 18 Löchern: Katinka gewinnt mit 23 Punkten gegen Gualterio, der knapp 17 Punkte schafft. Bitter, bitter… 1:0 für Katja.

Zurück im Kanonkop lassen wir uns von Chris einen Tip für’s Dinner geben; er reserviert uns einen Tisch im Cruise Café, wo wir sehr lecker essen. Allerdings scheinen die gerade eine Gruppe pensionierter Leute zu haben; wir drücken den Altersdurchschnitt ziemlich stark nach unten.

Dienstag, 17. November 2009

Bloukransbrücke: Highest Bungee-Jump

Nach einem leckeren Frühstück, wobei wir jeweils von Chris und Samantha bedient werden, fahren wir Richtung Tsitsikamma National Park. Wir machen einen ersten Halt bei der Bloukrans-Brücke, die mit 216 Metern den weltweit höchsten Bungee-Jump erlaubt. Aber unser Adrenalinspiegel ist nur schon beim Zuschauen hoch – wir belassen es beim Fotografieren.

Bungee-Jumper

Weiter geht’s zum Nature Valleys, wo uns eine atemberaubende Küste erwartet. Wir laufen ca. 1 Stunde einem Trail entlang, der uns zu einem Aussichtspunkt führt und treffen unterwegs andere Gäste aus dem Kanonkop Guesthouse.

Küstenlinie bei Nature Valley, Garden Route

Als nächstes besuchen wir „Monkeyland“ – ein Wald voller freilebender Affen (14 Sorten). Die Affen sind noch recht frech! Während unserem Lunch müssen wir ständig aufpassen, damit uns keiner der Affen etwas vom Tisch klaut! Walter kann just noch rechtzeitig seine Wasserflasche retten.

Monkey Land

Gleich neben dem Monkeyland befindet sich der Park „Birds of Eden“– ein ganzes Tal wurde hier in eine gigantische Vogelvoliere verwandelt. Es ist mit 23’000 qm das grösste Freiflug-Vogelgehege der Welt!

Im Birds of Eden

Die grösste Vogelvolière

http://www.birdsofeden.co.za/

Am abend gehen wir wiederum auf Empfehlung von Chris ins Restaurant „Barut“. Das Restaurant ist zwar noch recht stilvoll eingerichtet; aber der Service und auch das Essen lassen zu wünschen übrig; die Serviertochter (welche wir nur schlecht verstehen) wusste nicht, was ein Shiraz ist…

Mittwoch, 18. November 2009

Nach einem golffreien Tag freuen wir uns auf den nächsten Platz; der Simola Golf Course – ein Jack Nicklaus-Platz der Spitzenklasse! Es ist die erste Anlage, die Jack Nicklaus an der Garden Route konsequent nach seinen Grundsätzen geplant und harmonisch in die natürlichen Landschaftsformen eingefügt hat. Fast bei jedem Loch bieten sich atemberaubende Ausblicke auf Lagune und Tal des Knysna River. Hinreissend!

Simola Golfplatz

http://www.simolaestate.co.za/golf/

Wir spielen mit Andreas und Susanne im Flight – einem Paar aus Oesterreich. Katja und Walter spielen gleich viele Punkte – wenn man jedoch die Handicaps berücksichtigt, gewinnt Katja. Somit steht es also 2:0 für Katinka!

Anschliessend fahren wir nach Sedgefield und ins Goukamma Nature Reserve; in Brenton on Sea geniessen wir den herrlichen Küstenabschnitt – Knysna’s einzigem Sandstrand.

Küstenlinie bei Brenton-on-Sea

Heute gehen wir zu Mario’s italienisch essen. Obwohl das Essen sehr gut schmeckt, empfinden wir es eher etwas hektisch und vermutlich wohl zu europäisch.

Donnerstag, 19. November 2009

Heute fahren wir in den Wilderness National Park. Wir entdecken einen Wegweiser Richtung „Map of Africa“, dem wir folgen. Obwohl wir schon fast befürchten, dass da „nichts“ sein wird, erreichen wir einen Parkplatz, wo uns Peter, ein älterer Mann, empfängt. Er erklärt uns, dass wir an einer bestimmten Stelle mal ins Tal schauen müssen und da sehen wir, dass der Flussverlauf ein Stück Land so geformt hat, dass es in der Tat die Form vom afrikanischen Kontinent aufweist.

Peter's Map of Africa

Peter gibt uns dann noch einen Ratschlag, wo wir einen schönen Trail laufen könnten; obwohl der „Half collar king fisher trail“ für Touris stolze 72 Rand (ca. CHF 10.00) pro Person kostet, laufen wir diesen Trail bis zum Wasserfall. Allmählich wurde uns auch klar, warum für einen Wanderpfad Geld verlangt wird; der Trail ist sehr schön mit Boardwalks präpariert. Wir haben beim Wandern hochgerechnet, dass für diesen Boardwalk über 60’000 Schrauben verwendet worden sein müssen!

Boardwalk im Half Collar Kingfisher Trail

Der Wasserfall am Ende der Schlucht ist noch idyllisch, wenn auch nicht gerade riesig.

Wasserfall im Half Collar Kingfisher Trail

Für das Dinner haben wir uns von Chris einen Tisch im Simola Restaurant reservieren lassen. Ein sehr elegantes, stilvolles Restaurant mit ausgezeichnetem Essen und Service erwartet uns. Wir geniessen den Ausblick auf den Golfplatz und auf die Lagune von Knysna bis wir den Mond beachten, der eigentlich zunehmend ist – aber gemäss unserer Eselsbrücke eher abnehmend sein sollte …ähm, wie ist das jetzt genau in der südlichen Hemisphäre?

Im unserem Zimmer wartet noch eine „kleine Überraschung“ auf uns! Eine fast handgrosse Spinne in unserem Zimmer! Walter muss sich als Retter und Held behaupten. Aber er macht das bravourös! Dass er allerdings die Spinne die ganze Nacht über unter diesem Glas im Zimmer lassen wollte, lässt mich heute noch erschaudern… igitt!

Walter Schärer und die Spinne

Freitag, 20. November 2009

Heute spielen wir Golf im Goose Valley, gleich in der Nähe von Plettenberg.

Obwohl wir am Anfang eher etwas skeptisch den Platz begutachten, mögen wir den Platz auf Anhieb. Gualterio gewinnt und kann somit auf 2:1 verkürzen.

Walter Schärer im Goose Valley Golfplatz

Auf Empfehlung von Chris fahren wir zum Lunch zu Enrico’s – einem italienischen Restaurant mit Super-Lage direkt am Keurboom Strand. Während dem Essen entdecken wir Tiere im Meer; waren es jetzt wirklich nur Delfine oder war es eben doch ein Wal?

In der Bucht vor Plettenberg tummeln sich nicht nur Wale, sondern auch weisse Haie, die sich allerdings hauptsächlich von den Robben im Robberg Nature Reserve ernähren.

Restaurant in der Tsala Tree Top Lodge

Das Highlight des Tages ist der Besuch im Restaurant der Tsala Tree Top Lodge – ein Bijoux von einer Lodge, die sich quasi in den Baumwipfeln befindet. Wir geniessen den stylisch eingerichteten Essensraum, sind jedoch von der Qualität des Essens etwas enttäuscht. Dennoch verbringen wir einen sehr schönen Abend und lassen ihn ausklingen, indem wir den überwältigenden Sternenhimmel geniessen. Man sieht unzählig viele Sterne so klar!

Samstag, 21. November 2009

Nachdem wir heute das letzte mal mit David und Sue, einem sehr netten Paar aus Bristol, England gefrühstückt haben, fahren wir nach Buffalo Hills Game Reserve zu Katja’s erster Safari-Pirschfahrt! Die jüngste Teilnehmerin ist jedoch Alba – ein dreijähriges Baby aus Israel, die Nichte von Jimmy, dem Ranger.

Buffalo Hills Reserve Safari

Jimmy erklärt uns so viel über die Verhaltensweise und Gewohnheiten der Tiere – man merkt, dass er im Busch aufgewachsen ist und die Tiere und Natur über alles liebt. Zum Lunch gibt’s ein feines Essen, das von Jimmy’s Frau gekocht wurde. Was für ein Ausblick – beim Mittagessen einen direkt Blick auf Zebra und Antilopen zu haben!

Weiter geht’s zum Kranichkop Natur Reservat und da laufen wir wiederum zu einem Aussichtspunkt, von wo man einen traumhaften Ausblick auf das Meer hat. Und da – plötzlich sieht Katja einen Wal! Wie sich aber herausstellt, war es eben doch nur ein Felsen!

Auf dem Heimweg nach Knysna machen wir noch einen Halt in „Knysna Heads“ – bekommen da aber leider keinen Latte Macchiato, weil das Service Personal des Cafés damit beschäftigt ist, das Rugby Spiel im TV zu verfolgen…

Am Abend erwartet uns ein leckeres marokkanisches Essen in der Phantom Forest Lodge, welche sich in einem dichten Urwald befindet und die nur über eine steile Anfahrt zu erreichen ist. Die Lodge integriert sich so geschickt in die Vegetation, dass sie kaum auffällt. Das Essen ist köstlich und die Ambiance sehr speziell.

Marokkanisches Gedeck mit Wasserpfeife

http://www.phantomforest.com/

Sonntag, 22. November 2009

Heute verabschieden wir uns vom Kanonkop Guest House. Die Fahrt führt über das Tsitsikamma Nature Reserve, wo wir eine kleine Wanderung über zwei Hängebrücken unternehmen, bevor wir nach St. Francis Bay weiterfahren.

Tsitsikamma-Hängebrücke

Der Weg nach St. Francis führt über Humansdorp, dessen Anblick uns fast etwas schockiert. Vorbei die Idylle, die gepflegten Dörfer und die schönen Strände. Wir queren ein ausgestorbenes Industrie-Dorf, das schon fast einem kleinen „Slum-Dorf“ ähnelt. Dementsprechend gross ist dann der Kontrast, als wir in St. Francis Bay ankommen und all die Villen an der Lagune erspähen.

Diesmal übernachten wir in einem kleinen, eher unscheinbaren Guest House: the Sandals. Obwohl es ein 4-Stern Hotel sein soll, scheint es uns nach schweizerischem Standard doch eher 3-Stern konform zu sein. Ist wohl die letzten Jahre etwas runtergekommen. Aber es ist ein Leiden auf hohem Niveau!

Dennoch geniessen wir unseren Aufenthalt. Ridzchard, unser Gastgeber, ist ursprünglich aus Polen und hat schon in vielen Ländern gelebt. Zum Dinner empfiehlt er uns den Griechen „Big Time“, wo wir sehr leckere Mezze verschlingen, die uns die adrette Tina aus Tschechien serviert.

Montag, 23. November 2009

Da St. Francis Bay und Port St. Francis nicht allzu viele Möglichkeiten bieten, entscheiden wir kurzfristig, eine zusätzliche Runde Golf zu buchen – und zwar auf dem lokalen Golfplatz St. Francis. Er wird uns vor allem wegen der strengen Windverhältnisse einen bleibenden Einruck hinterlassen! Dennoch geniessen wir die Runde. Walter kann auf 2:2 ausgleichen! Braaavvoooo Gualterioooooo!!!

Walter Schärer in Golf-St-Francis

Am späteren Nachmittag lassen wir uns von Robert mit dem Boot durch die Lagunen von St. Francis Bay fahren. Diese Villen mit grossem Umschwung und einem privaten Boots-Anlegeplatz sind schon fast dekadent, wenn man bedenkt, dass ein paar Kilometer weiter die Leute in Containern und Blechhütten wohnen!

Luxushäuser am St. Francis Kanal

Robert lädt uns beim Italiener „Dolce Vita“ ab, wo wir heute unser Dinner einnehmen. Der Gastgeber ist ein Italiener, der vor über 15 Jahren aus Italien ausgewandert ist, da es ihm in Italien etwas zu eng wurde.

Dienstag, 24. November 2009

Heute ist eine Golfrunde auf dem spektakulären St. Francis Links Golfplatz angesagt! Das Layout des Jack Nicklaus Golfkurses in der traumhaft schönen Landschaft mit Aussicht über die Dünen zum Meer ist einzigartig! Katja gewinnt und führt somit 3:2!

Am späteren Nachmittag fahren wir zum Cape St. Francis, wo wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang an der Küste erleben.

Sonnenuntergang in Port St. Francis, Südafrika

Zum Dinner hat uns Sarah vom „The Sandals“ ein Fisch-Restaurant am Hafen von St. Francis empfohlen; das Chokko Block. Wir geniessen Seafood at its best!! Kein Wunder, befindet sich der Fischereihafen doch gleich vor dem Restaurant. Wie praktisch…

Fischereihafen Port St. Francis

Mittwoch, 25. November 2009

Unsere Reise führt uns weiter über Jeoffreys Bay (die berühmte Surfer’s Bay) nach Port Elizabeth, die grösste Stadt an der Garden Route. Allzu viel bietet sie allerdings nicht. Die Sehenswürdigkeiten (Campanile, City Hall und den St. Georges Park) hat man innert kurzer Zeit gesehen. Das Zentrum der Stadt liegt fest in schwarzer Hand. Es geht sehr hektisch und laut zu und her und die Industriestadt wirkt auch sehr schmutzig. Es ist uns nicht wirklich zum Aussteigen zu Mute…

Als wir zu unserem Hotel fahren, wirkt das Gebäude von aussen völlig unscheinbar und ist als Hotel nicht auf Anhieb zu erkennen. Zweimal vergewissern wir uns, dass wir auch wirklich am richtigen Ort sind. Aber kaum geht die Tür auf, eröffnet sich der Anblick eines luxuriösen Boutique Hotels. Wie sich später herausstellt, gehört The Windermere zu einem der besten Hotels in der Stadt.

The Windermere - Boutique Hotel

Am Mittag schauen wir uns den berühmten Boardwalk Complex an; ein leicht kitschig gestyltes Unterhaltungszentrum rund um einen künstlichen See. Wir lassen uns im 34 Degree South verköstigen. Das 34 Degree South ist ein grosser Seafood-Delikatessen-Laden mit integriertem Restaurant – ein sehr erfolgreiches Konzept!

Wir fahren noch etwas in der Stadt herum und cruisen zum kürzlich fertiggestellten Fussballstadion. Rundherum wird allerdings noch wacker gearbeitet, denn die Zufahrtsstrassen sind noch nicht optimal … ob sie es wohl bis Juni 2010 schaffen werden?

Später am Nachmittag treffen wir Sarah, Walter’s Arbeitskollegin, die seit 3 Monaten in Port Elizabeth am Englisch Lernen ist. Wir nehmen zuerst einen Drink im Blue Water Café und gehen anschliessend im stilvollen Coco de Mer essen.

Donnerstag, 26. November 2009

Heute ist der letzte Golftag angesagt – es geht um alles! Gualterio Woods muss heute siegen, um seine Ehre zu retten. Mehr als ein Unentschieden kann er nicht mehr erreichen!

Der Golfplatz in Port Elizabeth ist für uns – wie schon die Stadt – eher etwas enttäuschend. Dennoch erleben wir zwei unglaubliche Sachen: als wir bei Loch 4 abschlagen wollen, laufen doch tatsächlich ein paar Jungs & Mädels, die aus der Schule kommen, gemütlich quer über den Fairway! Scheint zum Schulweg zu gehören… Und damit nicht genug! Auf einem Green sitzen zwei Greenkeeperinnen. Wir wundern uns darüber, dass sie nicht weggehen, als wir abschlagen wollen. Aber sie lassen sich keineswegs durch uns stören; denn schliesslich darf die Pedicure nicht zu kurz kommen! Eine der Damen schneidet sich in aller Ruhe auf unserem Green tatsächlich die Fussnägel!

Unbelievable!

Dennoch ist die Runde sehr erfreulich! Tigerli kann im zweitletzten Loch das Spiel für sich gewinnen und somit steht es also 3:3

Nach dem Golfspiel suchen wir erfolglos ein paar attraktive Läden in einem Shopping Center. Stattdessen finden wir ein Café, wo sie uns mit seeehhr süssem Chai Latte und einem riesigen Stück Kuchen fast eine Zuckervergiftung verpassen!

Zum Dinner geht es heute ins trendige Restaurant Ginger.

Freitag, 27. November 2009

Bevor wir Port Elizabeth in Richtung Safari verlassen, möchten wir uns noch das Red Location Museum ansehen. Erst bei der Hinfahrt realisieren wir, dass das Museum im Red District – einer Township – liegt. Es ist die älteste Township von Port Elizabeth und war Ursprung der Anti-Apartheid-Bewegung. Als wir parkieren, schauen uns ein paar kleine schwarze Jungs an, zeigen auf Walter und beginnen zu lachen. Kaum steigen wir aus, läuft einer der kleinen Buben zu Walter und umarmt ihn spontan…

Die Konstruktion aus rostigem Wellblech im Museum ist sehr eindrücklich gemacht und erinnert an den Terror des Apartheidregimes. Es vermittelt eine Ahnung vom Albtraum der Rassentrennung und dem Kampf gegen das Apartheidsystem.

http://redlocationmuseum.webs.com/

Danach fahren wir weiter Richtung Kichaka Lodge, worauf wir schon die ganze Zeit sehr gespannt sind! Was da auf uns wartet, ist überwältigend! Ein Boutique-Hotel im Busch! Ein herzlicher Empfang in einem kleinen Paradies; ein grosses Zimmer mit herrlicher Aussicht auf das Wasserloch, worin Harry (the Hippo) jeweils badet. Und Harry konnte es nicht lassen, uns bereits während dem Lunch auf der Terrasse schon mal begrüssen zu kommen.

Um 16 Uhr gibt es zuerst Kaffee & Kuchen bevor es dann um 16:30 Uhr auf die Pirschfahrt geht. Schon nach wenigen Minuten sehen wir Giraffen, welche sich so elegant und graziös bewegen. Als wir weiterfahren, stoppt der Ranger (Werner, der aber kein Deutscher ist, obwohl er so heisst und auch aussieht) abrupt; Simuti – der Fährtenleser, hat zwei Löwen entdeckt! Werner warnt uns und meint „watch this, they are going to mate!

Während die Löwin dem Löwen klar macht, dass sie bereit ist, räkelt sie sich und stolziert um ihn herum, bis sie sich paaren – und das innert 5 Minuten gleich zwei mal! Gemäss Werner machen sie das während der Paarungszeit von zwei Wochen locker 20 x am Tag!

Löwenpaar beim Paarungsakt

Löwenpaar beim Paarungsakt

Wieder auf der Pirschfahrt sehen wir Elefanten, Nashörner, Impalas, Zebras u.v.m.

Samstag, 28. November 2009

Um 5 Uhr morgens weckt uns Werner’s Wake-up Call, Zeit für die morgendliche Pirschfahrt. Die Ruhe ist unglaublich; man hört nur die Tiere – keine Autos, keine Flugzeuge – nichts!

Obwohl sich anfänglich nur wenige Tiere zeigen, sehen wir im Verlauf des Game Drives doch noch einige Giraffen, Elefanten, Zebras, Gnus, Hippos, einen Strauss, Wildschweine, einen Langschwanzvogel, der ganz lustig herumflattert, als würde er kaum von der Stelle wegkommen.

Den Tag geniessen wir anschliessend auf unserer Terrasse, wo wir totale Privatsphäre haben. Der einzige, der uns beobachten könnte, ist Harry – the Hippo. Aber der ist irgendwo am Faulenzen ;-)

Um 16 Uhr wieder das gleiche Ritual wie am Vortag; Kaffee & Kuchen und dann auf zur nächsten Pirschfahrt! Heute Abend ist fast noch weniger los als am Morgen. Dennoch geniessen wir das Erlebnis in freier Natur, vor allem auch die spezielle Stimmung der Abenddämmerung. Von der hereinkriechenden Kälte einmal abgesehen…

Entsprechend freuen wir uns auf einen warmen Tee (Walter auf einen Sherry) am Kaminfeuer der Lodge.

Kaminfeuer Kichaka Logde

Wie schon am Vortag lassen wir uns abends durch ein herrliches drei-Gang-Dinner im sehr romantischen Essensraum mit Cheminé verköstigen!

Dinnersaal in der Kichaka Lodge

http://www.kichaka.co.za/

Hier unsere Bewertung auf HolidayCheck.de

Sonntag, 29. November 2009

Bevor es heute Abschied nehmen heisst, gehen wir am Morgen noch ein letztes mal auf die Pirsch und sehen im Vergleich zum Vortag doch einige Tiere mehr – aber leider keine Löwen. Und auch der Cheetah (Gepard) lässt sich nicht blicken.

Aber dennoch sehen wir wiederum sehr viele Tiere, diesmal inklusive einer Schildkröte (Tortoise) und einem Straussenpaar mit acht Jungen.

Nach einem herrlichen Frühstück heisst es Packen und Abschied nehmen!

Nachmittags um 15 Uhr geht unser Flieger von Port Elizabeth nach Johannesburg. Und abends empfängt uns die Swiss, die uns über Nacht von Jo’burg nach Zürich fliegt. Diesmal hat es mit dem Gepäck geklappt und in Zürich sind wir einmal mehr überrascht, wie schnell man nach der Landung bereits das Gepäck ab dem Rollband nehmen kann :-) Welcome back to perfectly organised Switzerland!

Es waren traumhaft schöne und erlebnisreiche Ferien, die keine Wünsche offen liessen; von herrlichen Golfplätzen über stilvolle und trendige Unterkünfte bis zum leckeren Essen, zu den freundlichen Südafrikanern und den erlebnis- und abwechslungsreichen Ausflügen.

Von den über 1’000 Fotos konnten wir gar nicht so viele löschen, es waren schlicht so unterschiedliche Eindrücke dabei…

Empfehlen Sie uns weiter?

Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

Hier kommentieren (Ihre E-Mail bei gravatar.com registrieren für Profilbild)