Schweizer Reiseblog über einmalige Erlebnisreisen.

Gili Lankanfushi – Barfuss-Paradies auf den Malediven

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Okay – wir wussten, dass wir mit dem Gili Lankanfushi ein 5-Stern Resort ausgewählt hatten, das keine Wünsche übrig lassen würde. Was wir dann aber vorfanden, übertraf einfach alle Erwartungen – Welcome to Paradise on Earth!

Bei Ankunft am Flughafen von Malé erwartet uns ein sympathischer Maledivier mit sonnengebräunter Haut und strahlend weissen Zähnen mit einem Schild (nicht etwa aus Papier oder Plastik, sondern aus edlem Holz), worauf „Gili Lankanfushi“ geschnitzt ist.

Kaum sitzen wir im Schnellboot, das uns zur Insel cruisen soll, „müssen“ wir unsere Schuhe ausziehen; denn das Gili Lankanfushi fröhnt dem Prinzip „No Shoes, No News„. Ab sofort bewegen wir uns nur noch barfuss. Dabei hatte ich noch nie so schnell meine Schuhe für eine Reise eingepackt; Flipflops only, yeah! ;-)

Katja & Walter auf dem Schnellboot zum Gili Lankanfushi

Auf dem Schnellboot zum Gili Lankanfushi – als erstes mal Schuhe ausziehen!

Gili Lankanfushi – Die Insel

Die paradiesische Insel Lankanfushi liegt im Nord Malé Atoll und ist in nur 20 Minuten mit dem Speedboat vom internationalen Flughafen von Malé zu erreichen. Auch auf dem Schnellboot werden wir von freundlichen Hosts (so nennen sich auf Lankanfushi alle, die für den Gast da sind – vom Kellner über den Housekeeper bis zum Resort Manager) willkommen geheissen und wir erhalten die ersten Informationen über die Insel.

Sonnenliegen am Strand

Zuerst mal ankommen – im Paradies

Kaum legen wir beim Bootssteg an, empfängt uns eine ganze Delegation, inklusive Resort Manager Brad und Ms Friday – unsere persönliche „Butlerin“ – benannt nach dem treuen Gefährten von Robinson Crusoe. Jedem Gast bzw. jeder Villa auf Lankanfushi wird ein Mr/Ms Friday zugeteilt, der/die sich während des ganzen Aufenthalt um die Gäste kümmert, Ausflüge organisiert oder sonst irgendwelche Wünsche von den Augen abliest. Wow…

Eine ganze Delegation erwartet uns bei der Ankunft

Eine ganze Delegation erwartet uns bei der Ankunft

Unsere Ms Friday, die Chinesin Rei, gibt uns im Golf-Cart eine erste Rundfahrt durch die Insel mit den wunderschönen, weissen Sandstränden, den Restaurants, der Pool Bar und dem Dive Center. Ausserdem findet man im Resort noch ein „open air Kino“, Bibliothek, Boutique und Souvenirladen sowie das Spa.

Schon nach dieser ersten Tour sind wir überwältigt von der herrlich angesiedelten Insel mit ihrem sattgrünen Palmen- und Mangrovenwald, umgeben vom türkisblauen Meer des indischen Ozeans. Es ist ein Traum, der noch surrealer wird im Moment, als wir unsere Wasservilla betreten…

Die Wasservillen

Die 45 hölzernen, auf Stelzen im Meer errichteten Wasservillen sind äusserst grosszügig. Man betritt als erstes ein „offenes Wohnzimmer“ und hat dann gleich mal einen herrlichen Ausblick aufs Meer und das Sonnendeck mit direktem Zugang ins Wasser – versteht sich…

Drink auf dem Sonnendeck

So lässt sich der Drink geniessen…

Sonnendeck Wasservilla

Sonnendeck unserer Wasservilla

Sitzecken, Esstisch, Sonnenliegen – alles hergerichtet, um mit direktem Blick aufs Meer einen möglichst entspannten Urlaub im tropischen Paradies zu geniessen. Ein erfüllendes Glücksgefühl empfinden wir jeweils am frühen Morgen: Mit einer (noch) kühlen Brise durchs Haar wehend und dem Rauschen des Ozeans in den Ohren in den Tag zu starten ist einfach nur noch herrlich!

Open-Air-Dusche

Hier geht’s zur Open-Air-Dusche

Oh… und das Badezimmer… gigantisch! Sehr grosszügig und offen gehalten mit einem ausgelagerten Open-Air-Duschbereich. Und mit etwas Glück sieht man im Badezimmer durch die Glasluke im Boden einen kleinen Hai oder eine Stachelroche durchschwimmen. Tierisch schön!

Stachelroche vor der Wasservila

„Kleine“ Stachelroche besucht uns

Aber wo ist eigentlich das Schlafzimmer? Etwa im oberen Stock? Weit gefehlt – denn da oben steht nochmals ein Sonnendeck mit Aussicht zur Verfügung. An das offene Bad und offene Wohnzimmer reiht sich ein nicht minder geräumiges Schlafzimmer. Dieses ist geschlossen, weil es der einzige klimatisierte Raum in der Villa ist. Grosszügige Fensterfronten geben trotzdem die Sicht frei auf Sonnenaufgang und -untergang. Unsere Bleibe ist geschätzte 20 Meter lang! Das sollte reichen…

Ausblick Badezimmer

Ausblick aus dem Badezimmer

Schlafzimmer der Vasservilla

Schlafzimmer mit Ausblick

Zimmter mit Ausblick

So ein Büro wünscht sich Walter von seinem Arbeitgeber…

Schöner Essen auf Gili Lankanfushi

Das im rustikalen Holzstil erbaute „Main Restaurant“ ist – wie es der Name schon sagt – das Hauptrestaurant, wo wir jeweils ein extrem vielseitiges Frühstück und abends individuell zusammengestellte Menus geniessen. Das Main Restaurant ist aber überhaupt nicht 08/15, wie man aufgrund des unaufgeregten Namens meinen könnte. Während unseres Aufenthaltes wurde auch nach Themen gekocht. So fand zum Beispiel ein „Asian Food Market“ statt, wobei an verschiedenen Ständen leckere Köstlichkeiten aus dem asiatischen Raum frisch zubereitet wurden. Auf fliegenden Pfannen. Sprichwörtlich!

Vorspeise

Leckere Vorspeise

Ausserdem wurde an einem Abend ein Chef’s Gourmet Menu serviert. Das Essen ist köstlich, Gemüse und Gewürze kommen weitgehend aus dem inseleigenen Biogarten, die Teller und Buffets werden zu kleinen Kunstwerken angerichtet und der umtriebige Patissier sorgt dafür, dass die Menus jeweils mit einem fulminanten Bouquet enden.

In der „Over Water Bar“ liessen wir uns mittags einen leichten Lunch oder leckere Früchtsäfte und Drinks servieren. Die Bar steht auf Stelzen im Wasser, und dass man auch hier einen herrlichen Rundumblick auf das türkisblaue Meer hat, brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen.

Overwater Bar und Restaurant

Overwater Bar und Restaurant

Wer gerne japanisch diniert, darf auf keinen Fall das „By the Sea Restaurant“ verpassen! Wir haben da ein erstklassiges japanisches Gourmet-Menu genossen! Und wenn man will, schaut man der Sushi- und Sashimi-Spezialistin Michio gleich über die Theke zu, wie sie ihre schmackhaften Reis- und Fischkompositionen zubereitet. Weil der Tuna hier ein lokaler Fisch ist, hat er natürlich ein Heimspiel. Er schmeckt hervorragend!

Ach ja, und da gibt es noch den Gourmet-Weinkeller, in dem Wein- und Schokolade-Degustationen stattfinden. Wir haben an einem „Wine & Chocolate Tasting“ von Sommelier Rohan teilgenommen, worüber wir aus Platzgründen in einem separaten Bericht geschrieben haben…

Dining in the sunset

Wer auf der Paradiesinsel trotz der vielen Rückzugsmöglichkeiten zu wenig Zweisamkeit findet; private Mondschein-Dinings auf der eigenen Dachterrasse oder sonst irgendwo am Strand sind bei Mr. oder Ms. Friday jederzeit bestellbar.

Sonnenuntergang am Strand

Auch eine Übernachtung auf der eigenen Dachterrasse unter freiem Sternenhimmel wird angepriesen. Diese Option liessen wir dann doch aus, weil es auch nachts bei 29 Grad doch relativ warm ist zum schlafen. Wir haben uns erlaubt, unsere Schlafzimmertemperatur auf 27 Grad herunterzukühlen…

Das „Meeru Spa“

Natürlich ist auch das „Meeru Spa“ auf Stelzen über dem Meer erbaut, wodurch man auch hier einfach nur einen herrlichen Ausblick aufs Meer hat. Angeboten werden verschiedene Massagen und Anwendungen. Wir haben uns eine balinesische Massage gegönnt und schauten dabei durch einen Glasboden dem Treiben der Fische zu… Der Entspannungsraum ist – wie könnte es anders sein – eine offene Veranda mit Blick auf den Ozean. Wie entspannend!

Meeru Spa

Sofa im Meeru Spa mit Lavabo aus altem Flugzeugflügel

2 Spa Masseusen mit Sonnenschirm

Unsere beiden Masseusen im Anmarsch…

Nebst den Behandlungsräumen findet man noch Sauna, Dampfbad und natürlich das „obligate“ Fitnessstudio. Das haben wir aber wie immer mit müdem Blick links liegen lassen. Morgens könnte man auch mit Yoga und Tai Chi Stunden relaxed in den Tag starten.

Unser Dank…

… geht an Roberto Arganese, Director of Sales & Marketing des Gili Lankanfushi für die grosszügige Einladung! Ein herzliches Dankeschön auch an Fazla Jaleel, PR & Marketing Communications Executive, die diesen Aufenthalt koordinierte. Auch die Hosts Manager Steven, Brad und Aziz, Kellner Erfan, Sommelier Rohan, Dive Master John, Meeresbiologin Debs, Michio und die vielen Köche und all die zahllosen weiteren Helfer machten unseren Aufenthalt himmlisch!

Und natürlich auch besten Dank an unsere Ms. Friday Rei für das umsichtige „pampering“ ;-)

… und auch Bob, dem Graureiher. Er sorgte immer wieder für Unterhaltung und hat hier einen eigenen Artikel erhalten.

Graureiher vor den Robinson Crusoe Wasservillen von Gili Lankanfushi

Graureiher vor den Robinson Crusoe Wasservillen

Weitere Impressionen aus dem Paradies:

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Über unsere Reiseblogger

Katja Birrer liebt es, neue Länder und Kulturen zu entdecken. Als Fachspezialistin in der Unternehmenskommunikation gehört Schreiben zu ihrem Alltag. Sie koordiniert und organisiert nebenbei die zahlreichen Reisen und Ausflüge von reisememo.ch und ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

4 Kommentare

  1. Da merkt man wie die Zeiten sich geändert haben. Ich war vor fast 25 Jahren das erste mal auf den Malediven, kleine Insel, knapp 50 Bungalows, kein Luxus, fast alle Gäste waren Taucher. Das hat sich heute sehr stark geändert. Die Taucher sind in der Minderheit, es entstehen SPA Zentrum oder sogar Squash Hallen auf den Inseln. Ich könnte ja noch verstehen, das ein wenig Massage oder aber Yoga Retreat angeboten wird. Das was aber auf vielen Inseln mittlerweile abgeht, geht mir persönlich zu weit

    • Ja, den Wandel habe ich selber auch miterlebt. Das wäre dann wohl das Gesetz von Angebot und Nachfrage… Zum Tauchen empfehle ich heute auf den Malediven eine Tauchkreuzfahrt, z.B. auf der Horizon III oder Inseln mit Aussenriff wie Mirihi: Das Hotel liegt im Innern der ruhigen Lagune, zum Tauchen fährt man per Dhoni ans Aussenriff, wo sich Mantas und Walhaie tummeln. Am Mittag ist man nach zwei spektakulären Tauchgängen zurück und kann das ruhige Inselleben geniessen.

    • Ja, sie ziehen das Konzept voll durch: Die meisten Fahrräder sind mit der Nummer der Villa angeschrieben. Einige heissen aber auch RC1, ebenso wie die kleinen Motorboote am Strand. Wenig später verstehen wir, dass die zur „Robinson Crusoe Villa 1“ gehören…

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