Schweizer Reiseblog über einmalige Erlebnisreisen.

36 Stunden in Ho Chi Minh City – sind nicht genug

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Ho Chi Minh City – oder Saigon, wie die Meisten immer noch sagen – ist unsere erste Destination in Vietnam. Eine Grossstadt voller Leben mit über 7 Millionen Einwohnern… und gefühlten 4 Millionen Motorrollern!

Meine ersten Schritte aus dem Hotel sind ein wenig unsicher: Wie um Himmels Willen soll ich jemals diese Strasse überqueren!? Von allen Seiten brausen Motorroller daher! Mir wurde gesagt, die sicherste Methode sei, die Einheimischen zu beobachten und sich todesmutig an ihre Fersen zu heften.

Motorroller in Saigon

Roller in Saigon

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In keinem Fall sollte man Zeit darauf verschwenden, eine passende Lücke im Verkehr abzuwarten. Diese kommt nie!

Aber man nehme einen tiefen Atemzug, sende Stossgebete zum Himmel und gehe langsam los. Angesagt ist ein ruhiger Gang in stetigem Tempo und unter keinen Umständen in Panik zu verfallen und loszurennen. Die Fahrer sind es gewohnt, sich einen Weg um Fussgänger zu bahnen. Sie rechnen nicht damit, dass man losrennt. Auch auf der Strasse anzuhalten, ist tunlichst zu vermeiden. Es sei denn, es nähert sich in aberwitzigem Tempo ein Bus oder Truck. Aber die sind ja einfach von den Motorrollern zu unterscheiden.

Nachdem ich dieses erste kleine Abenteuer überstanden habe, gönne ich mir etwas zur Beruhigung meiner Nerven: Der vietnamesische Eiskaffee schmeckt jedenfalls gleich doppelt so gut!

Eiskaffee

Frisch gestärkt erkunden wir eine der Hauptattraktionen, den Ben-Thanh-Markt mit seinen hunderten von Ständen. Es gibt offenbar alles was man braucht – oder auch nicht braucht. Die Preise sind nicht fix und feilschen ist Pflicht. Und auch hier flitzen die Roller kreuz und quer zwischen den engen Gassen umher. Was die versierten Händler sofort nutzen, um den verduzten Touristen heisse Preise weiszumachen. Wir haben aber natürlich schon Eiskaffee intus, so dass wir sie kühl wieder herunterhandeln…

Gemüse auf dem Markt

Marktstand

Danach besuchen wir das Hauptpostamt, ein imposantes Gebäude im französischen Kolonialstil mit einer gusseisernen Dachkonstruktion von Gustave Eiffel. Über das geschäftige Treiben wacht Ho Chi Minh. Es macht auf jeden Fall Spass, hier wieder mal wie früher eine Postkarte aufzugeben.

Gleich daneben steht die Kathedrale Notre-Dame. Wie ihr Vorbild wird auch diese hier gerne von Hochzeitspärchen als Fotohintergrund genutzt.

Kathedrale Notre-Dame

Weiter geht’s zur Thien Hau Pagode in deren Inneren überdimensionierte Räucherstäbchen stundenlang vor sich hinkokeln und eine ganz eigene Stimmung erzeugen.

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Nachmittags empfiehlt sich das Kriegsrestemuseum. Dieses dokumentiert mit Fotos und Artikeln die Gräueltaten des Vietnam-Krieges. Auch die Folgeschäden der chemischen Kampfmittel werden sehr anschaulich ausgestellt. Ein Museum, das zum Denken anregt und mich noch lange beschäftigt. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Abends buchen wir eine Streetfood-Tour. Wir werden von den Guides Phuong und Binh mit Rollern (!) vor unserem Hotel abgeholt. Sie fahren mit uns durch die Stadt und wir essen an verschieden Ständen typisches vietnamesisches Essen. Alles ist sehr lecker – ausser das Ei mit dem bereits angebrüteten Entlein – da muss ich passen, sorry…

Mit vollen Bäuchen und vielen tollen Eindrücken finden wir zurück ins Hotel. Morgen geht es leider bereits wieder weiter nach Hoi-An.

Gerne wäre ich länger geblieben in dieser spannenden, quirligen Stadt mit ihren prächtigen Bauwerken und den asiatisch-wuseligen Märkten. 36 Stunden sind definitiv nicht genug!

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Über unsere Reiseblogger

Isabella Pfenninger ist fasziniert von exotischem Essen, fremden Kulturen, historischen Denkmälern und inspirierenden Landschaften. Zusammen mit ihrem Mann Stefan entdeckt sie gerne die schönen Orte in der fernen Welt oder der nahen Schweiz. Beide sind leidenschaftliche Fotografen. Wenn nicht gerade auf Reisen, arbeitet Isabella in der Immobilienbranche.

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