Schweizer Reiseblog über einmalige Erlebnisreisen.

Kunst & Gastronomie vom Feinsten im 16 Art Bar Restaurant in Saanen

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Zum Abschluss des dreitägigen Gstaader Reiseblogger-Events gab’s noch einmal richtig was hinter die Kiemen. Im historischen Dorfkern von Saanen versuchten wir uns in einem gut versteckten Restaurant-Bijou.

Was wir nicht wussten: Dahinter steckt die Gastrounternehmerfamilie Buchs und die haben es bekanntlich faustdick hinter den Pfannen…

Vom Bahnhof Saanen erreicht man das 16 Art Bar Restaurant in wenigen Schritten zu Fuss im malerischen Mittelgässli im historischen Dorfkern. Um die enge Gasse lehnen sich traditionelle Holzchalets mit Jöh-Effekt aneinander. Wirklich sehr schmuck ;-)

Kastenfenster mit KorkendekorationUnd zurückversetzt um einen sonnigen Hof befindet sich das nicht minder schmucke 16 Art Bar Restaurant. Schon von weitem und aussen erkennt der Kenner an den mit Korken aufgefüllten Kastenfenstern, dass hier Spezielles zu und her gehen muss…

Und tatsächlich, beim hineinlugen erspäht man nicht nur weiss gedeckte Holztische, auch Kunst in Form von Gemälden, Skulpturen und Glocken scheinen zum Inventar zu gehören.

Seitlich am Hof befindet sich der Eingang zur Bar. Über ein paar Stufen zieht man den Kopf ein und geht hinunter wie in einen Keller. Hier finden sich hinter Bar und Tischen weitere auffällige Kunstwerke. Höchste Zeit also, die Wundernase nicht länger an den Fenstern plattzudrücken, sondern den umtriebigen Gastrounternehmer Simon Buchs nach dem Hintergrund zu löchern. Und siehe da, sein Vater Herbert Buchs steht hinter den vielen attraktiven Kunstwerken. Und da das Chalet-Restaurant aus einer vormaligen Glockengiesserei gewonnen wurde, erklärt sich die Sammlung an Kuh-Accessoires. Wenig verwundernd also, heisst das Catering-Unternehmen von Nik und Simon Buchs „Art & Food“…

Im oberen Stockwerk befinden sich weitere Trouvaillen wie Designerholzlampen und grossflächige, abstrakte Kompositionen von Herbert Buchs. Auch eine Designerküche fand beim Umbau Platz. Kein Wunder, besitzt doch sogar Vater Buchs das Wirtepatent.

Recht beeindruckend die ganze Chose…

Im Anschluss an die Bar gelangt man an einer romantischen Sitzecke entlang in das stimmungsstarke Restaurant. Auch hier sorgt kunstvolle Dekoration für ein extraordinäres Ambiente, man fühlt sich auf Anhieb wohl.

Gastrounternehmer Nik und Simon Buchs

Wir waren im Rahmen besagten Reiseblogger-Events unterwegs und so nahmen die 10 Reiseblogger an einem der grossen Tische Platz umrahmt von Hausherrn Simon Buchs, seines Zeichens erfahrener Gastrounternehmer aus Saanen: Er hatte zuvor zusammen mit seinem Bruder Nik 8 Jahre lang auf dem Gletscher 3000 Meter über Meer in einem umfunktionierten Container erfolgreich das Restaurant Refuge l’Espace geführt. Unter härtesten klimatischen Bedingungen liess man die Gäste zum Fusse des Gletschers wandern, just bevor die Felswand spektakulär ins Tal abfällt. Die illustre Gstaader Gästeschar dankte das Abenteuer mit zahlreichem Erscheinen und Fotos, die um die Welt gingen.

Aus unserem Review des 16 Art Bar RestaurantsMit geschwellter Brust, leicht zugekniffenen Augen und einem verwegenen Lächeln im Mundwinkel erzählt uns Simon Buchs, wie sie im Winter bei Sturm und Schneetöff (Snowmobil für unsere Deutschen Freunde mit Englischkenntnissen) manchmal das Container-Restaurant nicht fanden und zur Bergstation Scex Rouge zurückkehren mussten. Bei der exponierten Lage an der Felskante tatsächlich eine gute Idee…

Dank ihres Restaurants Wasserngrat haben die Gebrüder aber auch jetzt noch den Bezug zum hochalpinen Kochherd, wenn auch 1’000 Meter tiefer als früher.

Wie dem auch sei, zurück ins Tal nach Saanen ins 16.

Thai-Style Reis und so...

Thai-Style Reis und so

„Lustigerweise“ wurde uns ein Thai-Gericht gereicht, da unsere Reisebloggergruppe für eine chinesische Reisegruppe gehalten wurde. Im Verlaufe der Reservation jedenfalls. Vor Ort war dann das Erstaunen ob unseres westlichen Aussehens und unserer Gewandtheit in Berndeutsch einigermassen gross und aber zu spät. Da wir als Vielreisende ja erstens flexibel und zweitens vielseitig interessiert sind, liessen wir uns gern auf die Kochkünste von Thai Take-Away Köchin Tan von der Boucherie Saanen ein. Hier unser Erlebnisbericht vom Apéro im neu eröffneten „Lebensmittelladen“ der Gebrüder Buchs hundert Meter weiter oben im Dorf.

Pikant war einfach, dass ja Chinesen erwartet wurden und die Schärfe deshalb einigermassen ausgesprochen à  la Limite angesetzt war. Für uns Westler. Die supplementär und grosszügig angebotenen Chili-Saucen liessen wir jedenfalls diskret stehen.

Wischten wir uns aber zwischendurch den Schweiss von den roten Köpfen, so nickten wir einander doch anerkennend zu: Es mundete hervorragend!

Gelöscht wurde das Feuer mit dem leicht süssen Amigne de Vétroz von Serge Roh. Der weisse Walliser passte hervorragend und bleibt uns in alles rettender Erinnerung…

Malerisches Mittelgässli in Saanen

Malerisches Mittelgässli in Saanen

Tischgedeck im 16 Art Bar Restaurant

Tischgedeck im 16 Art Bar Restaurant

Restauranttische und Wandkunst im 16 Art Bar Restaurant

Restauranttische und Wandkunst

Die Kunst stammt vom Vater Herbert Buchs.

Hängeskulpturen und Kuhglocken hinter der Bar

Hängeskulpturen und Kuhglocken hinter der Bar

Adresse:
16 Art Bar Restaurant
Mittelgässli 16
CH-3792 Saanen
Tel. +41 33 748 16 16
Zur Website mit „normalen“ Menus“.

Öffnungszeiten:
Täglich ab 17 Uhr ausser an den Ruhetagen Dienstag und Mittwoch.

Unser grosses Dankeschön gilt Gastrounternehmer Simon Buchs und seinem Team für die grosszügige Einladung! Und herzlichen Dank auch an Kerstin Sonnekalb und Antje Buchs von Gstaad Saaneland Tourismus für die Organisation dieses an Eindrücken sehr reichen Reiseblogger-Events!

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About Author

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

8 Kommentare

  1. Was für ne tolle Bude! Meine Vorurteile gegen die „Dörfler“ haben nen kräftigen Schlag abbekommen. Kunst vom Feinsten!

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