Schweizer Reiseblog über einmalige Erlebnisreisen.

The Alpina Gstaad – alpines Hotelerlebnis auf höchstem Niveau

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Oberhalb von Gstaad im Berner Oberland steht das elegante Boutique Hotel «The Alpina Gstaad». Mit seinem 20’000 m2(!) grossen Parkgrundstück, luxuriösen Räumen und Zimmern, drei aussergewöhnlichen Restaurants, einem Spa mit Innen- und Aussenpool und einer atemberaubenden Aussicht bietet das Haus ein alpines Hotelerlebnis auf allerhöchstem Niveau! Wir haben folgendermassen getestet…

Legendäres Gstaad

Die Anreise ins malerische Saanenland im Schweizer Berner Oberland ist per se schon mal ein Erlebnis: Hier geht es noch idyllisch und authentisch zu und her; auf den Wiesen grasen Simmentaler Kühe, vor den Holzhäusern weht die Schweizerfahne und an den Wäscheleinen flattert die Wäsche zum Trocknen.

Chalets in Gstaad

Chalets in Gstaad und „trocknende Wäsche“

Kenner reisen mit dem Golden Pass Panoramazug an. Zusammen mit einer Horde knipsender Japaner ist das Saanenland einfach NOCH schöner!

Panoramazug Golden Pass

Kaum erreicht man das schicke und autofreie Gstaad wird einem wieder bewusst, warum das Chalet-Dorf weltweit renommiert ist: Bilderbuchmässig präsentiert es sich mit seinen hübschen Luxus-Chalets und der eleganten Shopping-Meile.

Marken mit Rang und Namen strahlen aus den zurückhaltenden Chalet-Geschäften um die Wette. Wegen der übersichtlichen Länge der „Gstaader Promenade“ müssen sich sogar Aushängeschilder wie Prada oder Hermés mit Seitenstrassen begnügen…

 

Immerhin liegen Prada und Hermés an der Zufahrtstrasse zum Gstaad Palace. Auch nicht schlecht! Zumal die Palacestrasse eine Kurve weiter zur Alpinastrasse wird. Der geneigte Leser merkt etwas…

The Alpina Gstaad Boutique Hotel

Besagte Alpinastrasse also verschwindet ungewöhnlicherweise in einem „Tunnel“: Bei der Planung entschied man, den Hotelpark des Alpina Gstaad als solchen erlebbar zu machen und nicht durch eine Zufahrtstrasse zu teilen. Ein überdachter Fahrweg führt jetzt also direkt zur grosszügigen Vorfahrt und zum Haupteingang des Hotels. Eine Wasserwand ziert das kunstvolle «Galerie-Entrée» zusätzlich.

Auffahrt und Tunnel zum The Alpina Gstaad

Ungewöhnliche Auffahrt zum The Alpina Gstaad

Kaum fährt man mit dem Auto vor, winkt bereits der sympathische Portier Nevelin Prodanov mit einem Willkommensgruss in unsere GoPro-Kamera ;-)



Beim Betreten der Lobby des Boutique Hotels staunt man erst mal mit grossen Augen in die Runde. D.h. Mann lässt sich natürlich nichts anmerken, schläft ja nicht zum ersten Mal auswärts – aber beeindruckend ist es schon: Farblich abgestimmte Blumenarrangements, nicht klein, kunstvolle Bilder, recht ansprechend, edle Materialien und viel Holz zieren das Interieur als Gesamtkunstwerk.

Stilvoller Eingangsbereich im The Alpina Gstaad

Stilvoller Eingangsbereich mit Treppe zu Salon, Bar und Restaurants

Aber beim Anblick des Hover-Boards, das da auch noch rumsteht, ist es mit der Fassung logischerweise vorbei. Wahnsinn! „Schrei vor Glück“ für Männer…

Hover Board aus „Back to the Future“

Für die jetzt nicht ganz up-to-date sind: Das Hover-Board wurde uns in „Back to the Future“ gebracht. Ihr wisst schon, dieses Rollbrett ohne Räder, das dafür schwebt?

Wie dem auch sei, irgendwann findet jeder die Fassung wieder. Also weiter im Text! Ich sollte mich wohl weniger ablenken lassen…

Holz spielt im ganzen Haus eine tragende Rolle in der Inszenierung des alpinen Chics. Dabei handelt es sich meist um die kunstvolle Wiederverwendung von Tannenholzbrettern, die vormals alte Schweizer Bauernhäuser schmückten. Eine perfekte Symbiose aus Schweizer Tradition und dezentem Luxus.

Piano Bar The Alpina Gstaad

Hier geht’s zur Piano Bar und zu den beiden Restaurants

Gaumenfreuden im „Sommet“ oder „Megu“ Restaurant

Verköstigt wird man im Alpina Gstaad auf höchstem Niveau – ob nun im Gourmetrestaurant Sommet (18 Gault Millau Punkte, 1 Michelin-Stern) oder im japanischen Restaurant MEGU (16 Gault Millau Punkte).

Während der Winter-Saison serviert ausserdem das Swiss Stübli traditionelle Schweizer Küche.

MEGU Restaurant The Alpina Gstaad

Eingang zum exklusiven MEGU Restaurant

Das MEGU ist übrigens die erste europäische Niederlassung des von Erfolg gekrönten New Yorker Gourmet-Konzepts. Das japanische Restaurant wurde umgehend zum Liebling der Gstaader Szene und hat im beschaulichen Berner Oberland ein neues kulinarisches Zeitalter eingeläutet.

Entsprechend gut ist die Auslastung. Je nach Saison sollte man frühzeitig reservieren, um in den Genuss dieser Exklusivität zu kommen!

Spitzenkoch Marcus G. Lindner ist als Executive Chef verantwortlich für das leibliche Wohl der Gäste. Der eloquente Österreicher ist bekannt dafür, mit Präzision und Feingefühl vermeintlich gegensätzliche Aromen und Zutaten zu kombinieren.

Wir waren gespannt…

Chefkoch Marcus G. Lindner Restaurant "Sommet"

Chefkoch Marcus G. Lindner vor seinem Restaurant „Sommet“
(18 Gault Millau Punkte und 1 Michelin-Stern)

Den Auftakt zum fulminanten Menu, das uns im Restaurant Sommet gereicht wurde, machte das Amuse Bouche – Lachs auf Karottenpurée mit Orangenraspeln.

Amusebouche mit Lachs auf Karottenschaum mit Orange

Amusebouche mit Lachs auf Karottenschaum mit Orange

Danach war die erste (von drei!) Vorspeisen der Coho Lachs an Frischkäse, Gurke und Wasabi. Speziell waren die „Meringue-Wasabi-Stäbchen“ (was für eine Kombination!), die nicht nur optisch, sondern auch im Gaumen einen überraschenden und ungekannten Effekt hatten.

Coho Lachs mit Frischkäse, Gurke und Wasabi

Coho Lachs mit Frischkäse, Gurke und Wasabi

Das begann also schon mal vielversprechend…

Weiter ging es mit einem Schweinebauch-Würfel auf Languste (wie bitte?!) mit Kürbis und Safran. Der dezente Limettengeschmack rundete mit Sojasauce verfeinert hervorragend ab.

Schon wieder überraschend!

Schweinebauch auf Languste mit Kürbis und Safran

Schweinebauch auf Languste mit Kürbis und Safran

Eine auf Pfifferlingen gebettete und mit Blaubeeren verfeinerte Taube diente als Intermezzo vor dem Hauptgang. Hatten wir jetzt so auch noch nie gekostet…

Als Hauptakteur hatte sich Marcus G. Lindner einen Kalbsrücken ausgedacht, sekundiert von Spargel, Morchel und Spinat. Das Fleisch war butterzart und das Gemüse knackig-weich.

Weiss halt auch nicht, wie man das besser beschreibt. Es mundete jedenfalls hervorragend!

Kalbsrücken mit Spargel, Morchel und Spinat

Kalbsrücken mit Spargel, Morchel und Spinat

Als uns eine Pistazien Crème Brulée mit caramelisierter Banane und Zitronensorbet aufgetischt wurde, zelebrierten wir freudig das feine Dessert.

Pistazien Crème Brulée mit caramellisierter Banane und Zitronensorbet

Pistazien Crème Brulée mit caramellisierter Banane und Zitronensorbet

Allerdings entpuppte sich dieses nur als „Vor-Dessert“, um uns auf den „Hauptgang der Süssspeisen“ einzustimmen; ein Limettensorbet mit Himbeeren und Holundergelée…

Limetten-Sorbet mit Himbeeren und Holundergelée

Limetten-Sorbet mit Himbeeren und Holundergelée

Was soll Mann da noch sagen…

Vielleicht noch, dass jeder Menu-Gang von den passenden Weinen begleitet wurde, ausgeschenkt und fachmännisch erklärt von Sommelier Luca Padovani.

Und vielleicht auch noch, dass das exquisite Menu dargereicht wird von einem hervorragenden Service: Freundlich, aufmerksam und sympathisch wirken die Mannen rund um Chef de Service Franco Paloschi im angenehmen Restaurant-Ambiente. Aber Vorsicht, dem Mann entgeht kein Detail und an jedem Tisch hält er eine andere Story bereit. Wenn’s sein muss inklusive Kniefall vor der Dame des Tisches (…), wenn er uns den neuseeländischen Pinot Blanc für einen Schweizer „verkauft“.

Was für eine Nummer!

Dass man ihn ins Alpina Gstaad lotsen konnte, ist ein Meisterstück sondergleichen: Nebst Hotel, Restaurants und all den weiteren Annehmlichkeiten ist Franco Paloschi allein „den Eintritt“ Wert! Was er an Geschichten in x Sprachen auftischte, war schlicht unglaublich… Wir beliebten Italienisch mit ihm zu parlieren, hätten aber geradesogut auch ein paar andere Sprachen wählen können.

Chef de Service Franco Paloschi

Unglaublicher Chef de Service Franco Paloschi vor dem „Pavarotti-Sessel“

Wer sich nach einem solch phantastischen Gourmet-Menu noch eine Zigarre genehmigen möchte, tut das Tüpfelchen auf’s i in der von Havanna inspirierten Smokers Lounge. Eine Auswahl von über 50 Zigarrentypen lässt das Herz jedes Zigarren-Aficionados höher schlagen.

Zumal in Begleitung eines charmanten Gorillas…

Bild in der Smokers Lounge

Bild „Black Smoke“ von Roy Nachum in der Smokers Lounge

Zimmer und Suiten

Die 56 individuellen Zimmer und Suiten verkörpern den Chalet-Charme des Saanenlandes. Schlichtes Tannenholz ziert die Wände und an den Decken findet man klassische Schnitzereien.

Wohnbereich der Junior Suite mit Cheminée

Wohnzimmer der Junior Suite mit Cheminée

Ausserdem verleihen dem Zimmer auch die Schränke und Truhen im Schweizer Bauernhausstil eine gemütliche Atmosphäre, während die edlen Stoffe, Leder und erdfarbenen Naturtöne für Eleganz sorgen. Rote Farbakzente verleihen den Räumlichkeiten noch das gewisse Etwas.

Chaise Longue mit roten Akzenten in der Junior Suite

Chaise Longue mit roten Akzenten

Über eine Schalttafel wird im Zimmer so ziemlich alles gesteuert; Licht, Vorhänge, Sonnenblenden und… auch das Feuer im Cheminée lässt sich per Knopfdruck entfachen.

James Bond halt… Der wohnt doch auch in der Gegend?

Von den grossen Balkonen und Terrassen geniesst man direkten Blick auf den herrlich angelegten und gepflegten Garten mit Poolbereich. Der Blick reicht allerdings auch weit über Gstaad hinaus bis zum prächtigen Alpenpanorama des Berner Oberlandes. Bei gutem Wetter jedenfalls.

Garten mit geheiztem Pool The Alpina Gstaad

Hotelgarten mit geheiztem Pool

A propos Panorama… im obersten Stock des Hotels befindet sich die luxuriöseste Suite des Hauses; bezeichnenderweise die Panorama Suite wie die Aussicht suggeriert.

Okay, dafür muss man schon über das nötige „Kleingeld“ verfügen. Dann geht’s aber los:

Wohnbereich der Panorama Suite

Wohnbereich der Panorama Suite

Geboten werden in der Panorama Suite stolze 400(!) Quadratmeter mit grossem Wohnbereich, 3 Schlafzimmern, privatem Fitness-Raum, einem eigenen Spa im Obergeschoss mit Cheminée, Hamam, Sauna und Jacuzzi auf der Terrasse. Und sonst noch ein paar Details.

Noch Fragen?

Badezimmer der Panorama Suite mit freistehender Badewanne

Badezimmer der Panorama Suite mit freistehender Badewanne

Die riesige Regendusche von Grohe lässt sich angenehmerweise gleichzeitig mit der Dusche nutzen. Hier kennt man das sonst übliche entweder-oder nicht…

Six Senses Spa

Das 2’000 Quadratmeter grosse Six Senses Spa vereint in seiner schlichten Ästhetik sowohl alpenländisches als auch asiatisches Ambiente.

Neben fünf luxuriösen Behandlungsräumen sorgen Hamam und Flotation Room, Farbtherapie- und Ayurveda-Raum, ein orientalischer Treatment-Raum, eine Himalaya-Salzgrotte, ein Detox-Raum sowie Ruhebereiche für modernsten Spa-Komfort.

Pool des Six Senses Spa The Alpina Gstaad

Pool des Six Senses Spa

Das Spa-Angebot umfasst verschiedene Körperbehandlungen, Aromatherapie-Massagen, Fitness-, Verjüngungs- und Detoxprogramme, Angebote zur Gewichtsreduzierung sowie Akupunktur, Qi Gong und Tai Chi. Ausserdem wird auch noch ein Mountain-Detox-Programm geboten…

Also wer hier nicht gesund raus läuft? Zumal das Essen übrigens trotz der zahlreichen Gänge erstaunlich leicht bekömmlich ist!

Zu den Einrichtungen gehört natürlich auch ein Nass-Bereich mit Dampfbädern, Saunen, Erlebnisduschen sowie kalten und warmen Tauchbecken. Auch hier überragt die schlichte, aber elegante Ästhetik.

Schade ist allenfalls einzig, dass der Nassbereich für Frauen und Männer getrennt ist. Wohl ein Tribut an arabische Gäste?

Das Spa umfasst ausserdem ein Hallenbad, ein Aussenbecken im Garten, zwei Whirlpools und ein Yoga-Studio. Ach ja, da gäbe es natürlich auch noch einen modernen Fitnessraum. Aber wir wollten unseren kurzen Aufenthalt mal nicht überladen ;-)

Hotelmanagement

Geführt wird The Alpina Gstaad vom erfahrenen Hoteldirektor Eric Favre, der schon seit über 30 Jahren im Hotelbusiness tätig ist. Diskret hält er sich in den öffentlichen Bereichen des Hotels im Hintergrund und pflegt mit charmantem, französischem Akzent den Kontakt zu seinen Gästen.

Aufgewachsen im benachbarten Chà¢teau d’Oex ist er aber ganz eigentlich ein Starhotelier: Eric Favre leitete neben Kempinski-Hotels auch das Mandarin Oriental in Bangkok, das 10 Jahre lang als das beste Hotel der Welt galt…

Walter mit Hoteldirektor Eric Favre

Walter mit Hoteldirektor Eric Favre

Das 5-Sterne-Luxushotel wurde im Dezember 2012 eröffnet und bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Darunter auch von GaultMillau Schweiz zum «Hotel des Jahres» 2013 und mit dem GALA SPA AWARD als «bestes Luxury Hotel City / Resort».

Das Hotel ist Mitglied der Preferred Hotel Group sowie des exklusiven Reisenetzwerkes Virtuoso.

Wer jetzt mehr über Preise und Verfügbarkeit wissen muss, findet hier die entsprechenden Informationen.

Unser Dank geht an…

„Merci beaucoup“ an Eric Favre, Hoteldirektor The Alpina Gstaad für die grosszügige Einladung!

Ein grosses „Messi viumau“ auch an Esther Beck, Inhaberin ESTHER BECK PR für’s Koordinieren dieses Besuches und an Jenny Dean, Marketing & Sales Executive, für die sehr informative Hausführung.

Ausserdem gebührt auch dem äusserst sympatischen Chef de Service Franco Paloschi und seinem Team ein grosses „Grazie mille“!

Und last but not least gehört unser Dank Portier Nevelin Prodanov: Er unterstützte uns mit Rat und Tat bei den Filmaufnahmen. Er führte auch den Stunt aus mit der Vorfahrt unseres Audis ;-)

Adresse

The Alpina Gstaad, Alpinastrasse 23, 3780 Gstaad
Telefon: +41 33 888 98 88

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

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