Marina Ascona, Restaurant-Review mit Farbeffekt – oder Spaghettieffekt

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Das mondäne Ascona und seine Seepromenade bieten ja Restaurants jede Menge.
Aber wer kennt das Restaurant Marina, einen Steinwurf weiter unten direkt am See gelegen?
Und wer erst recht kennt dessen Star-Designer? Der hat es im Fall mit den Farben… und den Spaghetti!

Calla-Arrangement im Marina Restaurant Ascona

Stilvolles Calla-Arrangement

In Restaurants ist der Star ja meist der Starkoch. Klar.

Aber wenn das Design des Intérieurs augenfällig etwas „anders“ ist, kann es sein, dass Mann nicht nur wegen der Küche da ist isst, sondern auch wegen des Architekten und Designers.

So geschehen im Marina, dem Fisch- und Pasta-Restaurant des angrenzenden Hotels Eden Roc in Ascona. Dieses setzt in den Zimmern bekanntlich auf akzentuierte Farben im kunterbunt Stil. Den Gästen gefällt’s.

Verantwortlich für das Design zeichnet der aus Ascona stammende Stararchitekt Carlo Rampazzi.

Und wie es der Zufall will, sitzt er heute mit Gästen aus Mailand am Nebentisch! Oder naja, ein paar Tische weiter.

Da wir schon über seine Einrichtungen der Hotels Valsana Arosa und eben Eden Roc geschrieben haben, wollen wir den Farbgewaltigen persönlich kennenlernen.

Ich versuche mich mit meiner Riesenkamera möglichst auffällig als Reiseblogger in Szene zu setzen. Katja räuspert mich verlegen herunter, der Kellner schaut auch schon etwas verduzt.

Reiseblogger Walter Schärer und Designer Carlo Rampazzi im Marina Restaurant Ascona

Walter und Designer Carlo Rampazzi rechts im Hintergrund. Und meine Spiegelreflexkamera…

Olivenöl der Finca Cri Mi Cri im Marina Ascona

Olivenöl der Finca Cri Mi Cri

Aber auch die ganze Food-Fotografie und sonstigen Handstände nützen nichts. Rampazzi ist zu beschäftigt und referiert mit grossen Gesten über neue Projekte.

So geniesse ich halt meine Dorade, das Dessert, die Aussicht und meinen Espresso Macchiato und ziehe von dannen. Allerdings nicht, ohne auffällig an seinem Tisch vorbeizugehen.

Da plötzlich erkennt er uns doch wieder, nachdem wir uns am Vorabend schon im Eden Roc über den Weg gelaufen waren. Tatsächlich lädt er uns auf einen Schwatz in sein Atelier ein!

Wie diese Episode ausgeht, steht auf einem anderen Blatt. Respektive in diesem Erlebnisbericht aus seinem Atelier Selvaggio. „Selvaggio“ heisst auf Italienisch bekanntlich „wild“…

Mamma mia, man mache sich auf etwas gefasst!

Aber zurück zum Marina Ascona

Allenfalls etwas geblendet von der Aura des Meisters vergesse ich fast, dass ich ursprünglich ja das Restaurant vorstellen wollte.

Das von aussen unscheinbare Marina-Gebäude an bester Lage direkt am See beherbergt innen einen modernen, lichtdurchfluteten Speisesaal mit ungezwungener Atmosphäre. Gestaltet von besagtem Stardesigner in subtilen Marin-Farbtönen (er kann auch anders!).

Von der Decke hängt ein auffälliger Kronleuchter und die Chefstühle – dort wo am Schluss die Rechnung landet – weisen ein auffälliges Spaghetti-Design auf!

Dekorative Vase beim Eingang ins Marina Restaurant Ascona

Dekorative Vase beim Eingang

Grosser Gemeinschaftstisch des Marina Ascona

Grosser Gemeinschaftstisch

Essaal mit Kronleuchter des Marina Ascona

Essaal mit Kronleuchter

Spaghettistuhl nach Vorgabe von Designer Carlo Rampazzi

Spaghettistuhl nach Gusto Carlo Rampazzi

Anlegestelle Hotel Eden Roc

Anlegestelle vor dem Eden Roc Restaurant Marina

Im Sommer isst man mediterran auf der Terrasse unter Sonnenschirmen an den Gestaden des Lago Maggiore. Grosse Jungs fahren mit der Jacht direkt im eigenen Panorama-Bootssteg vor, wir andern parkieren auf dem öffentlichen Parkplatz gleich nebenan.

Typischerweise bestellt der Kenner Fleisch oder Fisch vom Grill. Wir probieren diesmal Fisch- und Pasta-Spezialitäten. Und die schmecken in der Tat hervorragend!

Das von uns gewählte Dessert war nicht ganz auf diesem hohen Niveau, aber irgendwo muss man sich ja auch noch verbessern können…

Wer dann noch zum Digestif greifen mag, lässt sich den Spirituosen-Wagen herbeirollen. Auch der passt farblich hervorragend ins atmosphärische Ambiente!

Menukarte des Marina Restaurants Ascona

Menukarte des Marina

Duo vom Lachs und Jakobsmuschel-Carpaccio im Marina Ascona

Duo vom Lachs und Jakobsmuschel-Carpaccio

Gegrillte Dorade auf jungem Spinat und Kartoffeln im Marina Ascona

Gegrillte Dorade auf jungem Spinat

Erdbeere mit Vermicelles und Glace im Marina Restaurant Ascona

Erdbeere mit Vermicelles und Glace

Espressi macchiati mit Amaretto im Marina Restaurant Ascona

Espressi macchiati mit Amaretto

Die Preise sind übrigens recht moderat. Jedenfalls für jene, die sich Zürcher Preise gewohnt sind…

Farblich assortierte Spaghettistühle im Marina Ascona

Farblich assortierte Spaghettistühle

Tischgedeck mit Calla-Arrangement im Marina Ascona

Tischgedeck mit Calla-Arrangement

Tischgesteck und Spaghettistuhl im Marina Ascona

Tischgesteck und Spaghettistuhl

Calla-Arrangement und Grappa-Wagen im Marina Ascona

Calla-Arrangement und Grappa-Wagen

Walter Schärer und Katja Birrer mit Sefie im Marina Restaurant Ascona

Walter und Katja mit Old-School Selfie

Adresse

Restaurant Eden Roc Marina
Via Albarelle 16
6612 Ascona
Tessin, Sonnenstube der Schweiz

Telefon +41 91 785 71 71
Hier geht es zur Website.

Öffnungszeiten
täglich ab 10.00 Uhr

Tisch reservieren


Küchenchef
Salvatore Frequente
14 Punkte GaultMillau

Restaurantleiter
Gianluca Vimercati

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

2 Kommentare

  1. Gioconda Schärer am

    Wow Walter Andrés, sehr schönes Restaurant. Den ganzen Ort speziell aber für mein Geschmack viel eleganter als die zu bunten Farben vom Hotel.

    • Ja, im Restaurant ist der Farbmix viel dezenter ausgefallen. Im Hotel ist es aber wider Erwarten gar nicht so „dramatisch“: Die vielen Farben kombinieren zu einem Gesamtkunstwerk und mit der Zeit gewöhnt man sich gut daran.

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