Schweizer Reiseblog über einmalige Erlebnisreisen.

Allzu enthusiastisch war ich ja nicht, als Walter den Wunsch äusserte, nach Ibiza zu fliegen. Ibiza!… wirklich!? Die vor lauter Parties strotzende Jetset-Insel? Ohne mich!

Als in den 80-er Jahren die Venga Boys das Lied „Yeah, I’m going to Ibiza“ sangen, hätte ich alles dafür gegeben, ein paar Nächte auf Ibiza durchzutanzen. Aber nachdem nun doch ein paar(…) Jährchen vergangen sind, sehne ich mich in den Ferien nach viel Natur und weniger nach Menschenmassen wie zum Beispiel im Ushuiaia Club, geschweige denn Fleischberge wie an der Playa d’en Bossa.

Dennoch, nach einigen Überredungskünsten von Walter buchen wir den Flug nach Ibiza. Ich hingegen setze mich dann bei der Hotelwahl durch und reserviere uns ein Zimmer in zwei hübschen Boutique Hotels, die Ruhe und Entspannung abseits vom Partyrummel versprechen: nämlich in der Hacienda Na Xamena und im Ca Na Xica.

Die Hacienda Na Xamena am Abend

Hacienda Na Xamena

Pool und Hauptgebäude zur blauen Stunde

Ca Na Xica

Und da wir es – trotz diesen schönen Oasen – nicht schaffen, einfach den ganzen Tag herumzuliegen, haben wir natürlich die Insel erkundet. Hier ein paar Tipps, was man sich auf der Insel nicht entgehen lassen sollte:

1. Eine der vielen kleinen Buchten aufsuchen

Ob feiner Sand, wilde Felsformationen oder Kiesabschnitte; auf Ibiza laden zahlreiche Strände und Buchten zum Sonnenbaden und Verweilen ein. Eine der bezauberndsten Buchten ist in unseren Augen die Cala Salada. Klippen, Sand und Pinienwald schaffen hier eine herrliche Naturkulisse.

Cala Salada

Cala Salada

2. Den „Hausberg“ Sa Talaia erklimmen

Je nach Kondition und Temperatur erreicht man den höchsten Berg Ibizas zu Fuss, mit dem Bike oder dann eben mit dem Auto. Aber Obacht: Die unbefestigte Bergstrasse führt im gewagten Serpentinenstil steil auf den Gipfel. Zum Teil waren wir im ersten Gang unterwegs!

Einmal oben angekommen, geniesst man vom Sa Talaia einen herrlichen Ausblick auf die umliegenden Buchten und überhaupt die halbe Insel.

Aussicht vom Sa Talaia, dem höchsten Berg von Ibiza

Aussicht vom Sa Talaia, dem höchsten Berg von Ibiza

3. Die Altstadt von Ibiza erkunden

Die Festungsmauer aus der Renaissance mit Burg und Kathedrale ist beeindruckend. Und einmal durch all die verwinkelten Gassen der Altstadt (Dalt Vila) zu laufen, ist ein MUSS bei jedem Ibiza-Besuch. Immerhin wurde die Altstadt von Eivissa, wie sie hier Ibiza Stadt nennen, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, gutes Schuhwerk zu tragen, um in den teils steilen Gassen mit den jahrhundertealten Pflastersteinen stets trittsicher gute Figur zu machen.

Kathedrale von Ibiza

Kathedrale und Museum von Ibiza

Festung Ibiza Altstadt

Festung Ibiza Altstadt

Weisse Taube in Ibiza Stadt

Weisse Taube auf Ibiza, der weissen Insel

4. Auf einem Hippiemarkt shoppen gehen

Jeden Mittwoch tummeln sich jeweils Tausende von Markthungrigen auf dem Hippiemarkt von Punta Arabi. Es ist der älteste Hippiemarkt der Insel. Hier geht’s bunt und ausgelassen zu und her. Es lohnt sich auf jeden Fall, früh zu kommen, denn spätestens ab Mittag wird’s eng im allgemeinen Shoppingtrubel.

Hippiemarkt bei Punta Arabi

Hippiemarkt bei Punta Arabi

Ledertaschen auf dem Hippiemarkt Punta Arabi

Ledertaschen auf dem Hippiemarkt Punta Arabi

Mir persönlich hat allerdings der Hippiemarkt Las Dalias in San Carles noch etwas besser gefallen. Er ist zwar nicht ganz so gross wie jener in Punta Arabi, das Angebot ist dennoch umfangreich: Schmuck, exotische Musikinstrumente, farbenfrohe Kleider, Lederwaren, Deko-Artikel. Und dafür ist alles etwas edler inklusive schönem Restaurant und Live-Band.

Hippiemarkt Las Dalias Ibiza

Hippiemarkt Las Dalias

Hippiemarkt Las Dalias

Restaurant im Las Dalias Hippiemarkt

Restaurant im Las Dalias Hippiemarkt

A propos Deko-Artikel; in vielen Dörfern auf der Insel findet man kleine, schmucke Läden, die nebst Kleidern auch Wohnassessoires verkaufen, wie zum Beispiel „La Tienda es Cucons“ in Santa Gertrudis. Sehr hübsch!

Und ein paar Schritte weiter gibt’s feinen „Cortado“ (Espresso mit etwas aufgeschäumter Milch) im Café Musset.

Es Cucons in Santa Gertrudis

Wohnassessoires im Shop Es Cucons in Santa Gertrudis

Laterne im Es Cucons Shop

Cafe Musset in Santa Gertrudis

Cafe Musset in Santa Gertrudis

5. Eine der vielen Kirchen besuchen

Überhaupt empfehlen wir, die ibizenkischen Dörfer wie San Miguel oder San Juan zu erkunden und sich durch deren Charme verzaubern zu lassen. Hier bleibt die Kirche wortwörtlich im Dorf, denn in jedem der ursprünglichen, weissen Dörfer findet man eine jahrhundertealte Kirche.

Kirche in Sant Joan

Kirche in Sant Joan

Postor-Statue Kirche Sant Joan

Katja & Walter vor der Kirche in San Miguel

Katja, Walter & Che vor der Kirche in San Miguel, Bolivien ;-)

6. In einem der schicken Restaurants schön essen

An schönen und speziellen Restaurants fehlt’s auf der Insel definitiv nicht! Von diversen Ibiza-Kennern haben wir tolle Tipps erhalten, wo man in besonderem Ambiente sehr gut essen kann. Diesen 6 Tipps haben wir einen eigenen Restaurantbericht gewidmet.

Restaurant La Escollera

Restaurant La Escollera

Fischsuppe mit Jakobsmuscheln

Fischsuppe mit Jakobsmuscheln

Aussicht La Escollera

Espresso mit Aussicht

7. In einem der Beach Clubs Sonne, Meer und mehr geniessen

Und ja, einen der vielen Beach Clubs sollte man auf jeden Fall mal besuchen. Auch davon gibts zur Genüge auf der Insel. Und sie laden nicht nur zum Verweilen und Sonnenbaden ein, sondern auch zum Essen und Trinken. Wir haben uns einige angeschaut und werden schon bald darüber berichten.

Nikki Beach Club

Nikki Beach Club

Atzarò Beach Club

Lounge des Atzarò Beach Clubs

Eingang zum Cotton Beach Club

Eingang zum Cotton Beach Club

Fazit nach einer Woche Ibiza

Okay, nach einer Woche gestehe ich gern, dass mich die Insel positiv überrascht hat: Weicht man Parties sowie Beach Clubs voller Testosteron und Silikon aus, entdeckt man teils unberührte Natur mit vielen Pinienwäldern, herrliche Buchten, romantische Restaurants und idyllische Dörfer mit ihren gemütlichen Cafés und stilvoll eingerichteten Shops.
Sehr zu empfehlen!

Und ja… für Partyliebhaber ist die Insel natürlich sowieso ein Paradies… ;-)

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Über unsere Reiseblogger

Katja Birrer liebt es, neue Länder und Kulturen zu entdecken. Als Fachspezialistin in der Unternehmenskommunikation gehört Schreiben zu ihrem Alltag. Sie koordiniert und organisiert nebenbei die zahlreichen Reisen und Ausflüge von reisememo.ch und ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

2 Kommentare

  1. Claudia Schaerer am

    Reizender Artikel!
    … als zeitgenössischer Hippie muss die Freiheit wohl grenzenlos sein: Schreiben „Hippy“ wie „Happy“ und stellen das Peace-Zeichen verkehrt herum aus… köstlich.
    Herzlich, Clau

    • Ja, auch Hippies gehen mit der Zeit. Zuerst haben wir auch ob ihrer neumodischen Schreibweise gestaunt, aber wahrscheinlich ist das nur die englische Schreibweise. Dann musst halt mit dem Peace-Zeichen arbeiten und innovieren. Ist doch gelungen, nicht?

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