Victoria Falls – Wasser ohne Ende – überall!

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Auf unserer Südamerika-Reise verpassten wir ja in Argentinien die Iguazu-Wasserfälle. Man kann nicht überall sein. Aber auf unserer Afrika-Reise nach Botswana bestand ich darauf, die Victoria Falls in den Reiseplan aufzunehmen. Bei schönstem Sonnenschein wurden wir – klitschnass!

Ja, ist klar, unser Rheinfall ist total spektakulär – den Victoria Falls kann er aber eben doch nicht „das Wasser“ reichen. Die Victoria Falls sind nämlich ein gigantisches Naturschauspiel, je nach Betrachtungsweise sogar der grösste Wasserfall der Welt! Zu den Details aber später…

Victoria Falls

 

Victoria Falls

 

Die Victoria Falls erzeugen einen gewaltigen Krach und die Gischt ist bei guten Bedingungen gegen Ende der Regenzeit auch noch in einer Entfernung von über 30 Kilometern gut sichtbar! Beim Anflug ist der meterhohe Sprühnebel aus dem Flieger jedenfalls klar zu erkennen.

Victoria Falls

 

Wir haben eine geführte Tour gebucht, um möglichst viel über diesen tosenden Wasserfall zu erfahren. Unser Guide „Clouds“ (er heisst tatsächlich so!) führt uns zu den Millionen Jahren alten und wahrlich spektakulären Wasserfällen entlang der 16 Aussichtspunkte. Überall erläutert uns Clouds verschiedene Fakten und historische Daten zu diesem Weltwunder.

Clouds erklärt Katja die Victoria Falls

Guide „Clouds“ erklärt Katja die Victoria Falls

Die Victoria Falls wurden 1855 vom britischen Afrikaforscher David Livingstone entdeckt. Vom einzigen zugänglichen Stück Land inmitten des Sambesi Flusses (heute als „Livingstone Island“ bekannt), erblickte er die mächtigen Fälle und benannte sie nach seiner damaligen Königin.

Die Einheimischen nennen das spektakuläre Naturschauspiel allerdings auch „Mosi-oa-Tunya“ (donnernder Rauch), was die Szenerie aus Gischt, Sprühnebel und Getöse passend beschreibt. Hier unser Versuch einer Dokumentation:

Die Victoria Falls entstanden, als sich im harten Basaltboden wegen tektonischen Verschiebungen eine Kluft auftat. Noch heute ist die geologische Situation keineswegs gefestigt: Der Untergrund besteht teilweise aus Sandstein, was dafür sorgt, dass sich die Wasserfälle langsam in nördlicher Richtung verschieben. Durch die genaue Beobachtung dieser Entwicklung lässt sich vorhersagen, wo die Viktoriafälle in einigen Jahrzehnten stehen werden.

Fragt sich nur, was dann mit der Landesgrenze zwischen Simbabwe und Sambia passiert ;-)

Walter Schärer "taucht" in die Wasserfälle ein

Walter „taucht“ in die Wasserfälle ein

Walter bei den Victoria Falls

Walter bei den Victoria Falls

1989 wurden die Victoria Falls zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Obwohl der Wasserfall weder der höchste, noch der breiteste der Welt ist, ist er dennoch der grösste. Dies ergibt sich aus seiner Breite von 1.708 Meter und einer Höhe von 108 Meter, welche die weltweit grösste, zusammenhängende Fläche fallenden Wassers bildet.

Die Victoria Falls Brücke

Die erhabene Eisenbahn-, Auto- und Bunjee-Jump-Brücke wurde im Jahre 1905 von Sir Ralph Freeman gebaut als stählerne Verbindung zwischen dem heutigen Sambia und Simbabwe. Damals noch ohne Bunjee-Jumps, natürlich.

Sydney Harbour Bridge in the TwilightDerselbe Freeman konstruierte später ab 1923 auch die berühmte Brücke im Hafen von Sydney.

Ersonnen hatte die Brücke über die Wasserfälle Cecil John Rhodes. Er träumte von einer Zugverbindung von Kairo nach Kapstadt und romantischerweise von „Gischt der Wasserfälle auf den Zugwaggons„.

Keine kleine Vision, würde ich meinen… Leider verstarb er vor Vollendung der Brücke, so dass er seinen Traum nie begehen konnte.

In einer Höhe von 128 Meter spannt die Brücke 198 Meter über die beeindruckende Schlucht. Bekannt ist die Konstruktion auch für den atemberaubenden 111 Meter Bungee-Sprung namens „Shearwater Bungee„.

Na dann, wir überliessen das den jüngeren Adrenalinjunkies und hielten uns an festen Boden unter den Füssen.

Victoria Falls bridge

Victoria Falls Brücke

Hinweise: Der Eintritt zum Victoria National Park kostet derzeit USD 30 pro Person. Und vergesst den Regenschutz nicht! Denn trotz eitel Sonnenschein und bestem Wetter wird man von der Gischt nass. Aber nicht nur ein bisschen, sondern klitschnass: Als schüttete es aus Kübeln!

Walter jedenfalls brach bei jedem Kübel, der ihn und seinen Schlapphut traf, in schallendes Gelächter aus. So ungewöhnlich war das Erlebnis ;-)

Walter Schärer, Clouds, Katja

Trotz eitel Sonnenschein: Ganz schön feucht hier!
Walter, Clouds und Katja

Hätten wir das gewusst, die Wanderschuhe wären im Trockenen geblieben und hätten den Gummisandalen Platz gemacht… Und offensichtlich ist die Kamera spritzwasserfest. Schwein gehabt!

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Über unsere Reiseblogger

Katja Birrer liebt es, neue Länder und Kulturen zu entdecken. Als Fachspezialistin in der Unternehmenskommunikation gehört Schreiben zu ihrem Alltag. Sie koordiniert und organisiert nebenbei die zahlreichen Reisen und Ausflüge von reisememo.ch und ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

2 Kommentare

  1. Gioconda Schärer am

    Herzliche Gratulation.

    Sehr interessant und schön, Die Natur ist wunderbar und so verschieden je Kontinent. Ich erwarte mit Sehnsucht weitere Berichte.

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