Schweizer Fleisch für Argentinier? Ausgerechnet Argentinier? Die Könige des butterzarten Rindsfilets und mehr? Boris Walker, Initiant des Gustofestivals, will es wissen und Eulen nach Athen tragen, respektive Schweizer Fleischspezialitäten in Buenos Aires bekanntmachen. Kann das gutgehen?

Menu des Swiss Culinaire Gustofestivals

Menu des Swiss Culinaire Gustofestivals

Der passionierte Koch und vormalige Küchenchef des Sauber Formel 1 Teams Boris Walker ist kein Mann der kleinen Worte und schon gar nicht der kleinen Taten. Und wenn Mann noch Freunde hat wie die Köche Andy Zaugg vom Restaurant Zum Alten Stephan in Solothurn und Urban Schiess, Kochkünstler in der alten Schmitte in Selzach bei Solothurn, dann ist gut nachvollziehbar, wie die Jungs bei einem guten Glas Wein auf „dumme Gedanken“ kommen…

Gustofestival Initiator Boris Walker, Koch Andy Zaugg, Kochkünstler Urban Schiess

Von links Gustofestival Initiator Boris Walker, Andy Zaugg, Urban Schiess

Das Gustofestival wurde 2014 erstmals in Mar del Plata, Argentinien, ausgetragen. Über seine Beziehungen kam Boris Walker dort zum Handkuss, war er doch von 1996 bis 2000 und von 2005 bis 2014 in der argentinischen Gastroszene tätig. Beflügelt vom euphorischen Feedback gärte die Idee eines Gustofestivals schön weiter bis das Konzept final ausgegoren war: Destinationen sollen kulinarisch inszeniert werden im Lifestyle eines «Bon Vivant», immer mit Freunden, lokalem Essen und Wein im Mittelpunkt.

Zubereitung der heiss geräucherten Forelle mit Schwartenmagen, Randen und Meerrettich

Zubereitung der heiss geräucherten Forelle mit Schwartenmagen, Randen und Meerrettich

Der Schweizer Ableger «Swiss Culinaire» basiert auf dem positiven Echo, welches das Gustofestival unter dem Motto «Buenos Aires Gourmet» im September 2015 in Solothurn ausgelöst hatte.

Gustofestival Organisator Boris Walker:

Schon vor dem Festival keimte der Gedanke. Nachdem die Rückmeldungen der Gäste und der beteiligten Schweizer Köche ebenfalls sehr positiv ausgefallen waren, war klar, dass wir den Impuls eines Schweizer Pendants in Argentinien weiterverfolgen werden

Andy-Zaugg-Koch-zum-alten-Stephan-SolothurnDer Startschuss für «Swiss Culinaire» erfolgte am 22. März 2016 im Restaurant Zum Alten Stephan. Die drei Solothurner Köche Andy Zaugg (Restaurant Zum Alten Stephan), Urban Schiess (Kochkünste) und Boris Walker (Gustofestival) präsentierten anlässlich des Lancierungsevents ein exemplarisches Soirée «Swiss Culinaire» in acht Gängen.

Ihre Interpretation der Schweizer Küche lebt von den typischen Zutaten und einer innovativen Zubereitung: Vom Fondue Vacherin Mont D’or als Vorspeise über die heiss geräuchte Forelle mit Schwartenmagen, die kleine Schweinsbratwurst mit Pommes Darphin, einer Rösti aus rohen Kartoffeln, Prägu-Ragout, Sorbet, Meringue und – natürlich – Schweizer Käse. Fazit des Abends: Die kulinarische Tour d’Horizon hebte die Stimmung und bestand den Test durch das einheimische Publikum mit Bravour!

Swiss Culinaire Menu mit acht Gängen

Menu mit acht Gängen

Fondue Vacherin Mont d'Or

Zur Vorspeise: Fondue Vacherin Mont d’Or

Heiss geräucherte Forelle mit Schwartenmagen, Randen und Meerrettich

Heiss geräucherte Forelle mit Schwartenmagen, Randen und Meerrettich

Es kann also gut sein, dass auch das argentinische Publikum in Buenos Aires begeistert sein wird: Auf Einladung von Hanspeter Mock, Schweizer Botschafter in Argentinien, wird das Festival am 5. April in Buenos Aires verschiedenen Interessensgruppen und den Medien vorgestellt. Am 7. April findet der erste öffentliche «Swiss Culinaire» Abend in Argentinien im Dario Gualtieri Bistro, Buenos Aires, statt.

Anreisen werden die drei Köche mit leichtem Gepäck. Nochmal Boris Walker:

Den Käse nehmen wir mit. Alle anderen Zutaten kommen direkt aus Argentinien oder werden selbst zubereitet wie beispielsweise der Schwartenmagen. Aus meiner Zeit in Argentinien weiss ich aber auch, dass aus den roten Kartoffeln (papa de cascara colorada) die beste ‚Röschti‘ gelingt

«Swiss Culinaire» wird im Herbst vom 20. bis 23. Oktober 2016 in Buenos Aires durchgeführt. Eine Fortsetzung des Gustofestivals in Solothurn und neu auch in Olten unter dem Motto «Patagonian Cuisine» findet vom 15. bis 25. September 2016 statt.

Gustofestival ist ein Projekt der coUNDco AG in Zürich.

Flyer Gustofestival "Swiss Culinaire"

Danke Stephanie Steinmann und Boris Walker für die Einladung! Und herzliche Gratulationen an Designerin Mary Pascher, der graphische Auftritt ist sehr gelungen ;-)

Flyer und Menu des Gustofestivals "Swiss Culinaire"

Flyer und Menu des Gustofestivals „Swiss Culinaire“

Und so wurde aufgetischt:

Menu des Gustofestivals „Swiss Culinaire“

  • Vacherin Mont D’Or Fondue mit Holzofenbrot – Bäckerei Müller
  • Heiss geräucherte Forelle mit Schwartenmagen, Randen mit Sauerrahm, zweierlei Meerrettich
  • Kleine Schweinsbratwurst im Lammdarm, Schalotten, Pomme Darphin mit Speck, Rotweinjus
  • Quittensorbet mit Quittenwasser
  • Präguragout im Glas mit Kartoffelschaum und Sellerie
  • Käseplatte vom Greyerzer, Emmentaler, Fribourger Vacherin
  • Beerensuppe mit Doppelrahmglace und Meringue
  • Schokoladen Praliné
  • Philippe Gex Wein von Bernard Cavé: Aigle Hedonix AOC, Chasselas und Pinot Noir, beide AZ Selection

Begleitet wurde ich übrigens neben Foodblogger Martin Rechsteiner auch von Jump TV…

Moderator Giusi vom Solothurner Regionalfernsehen Jump TV

Moderator Giusi vom Solothurner Regionalfernsehen Jump TV

Korrektorat: Claudia Schärer

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

4 Kommentare

  1. Gioconda Schärer am

    So gutes Essen kann man ja überall auftischen und Begeisterung hervorrufen!

    Sehr gute Idee, die Schweizer Kochkunst ins Ausland zu exportieren.

    • Walter Schärer am

      Ja, ich gehe auch davon aus, dass den Argentiniern das Menu gefallen wird. Zumal es ja dann mit argentinischem Fleisch zubereitet wird ;-)

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