Zürich hat ein neues Grand Hotel! Das Lifestyle Hotel Kameha Grand mit seinem opulenten Design von Marcel Wanders öffnete am 1. März seine Tore. Und so sah es beim Pre-Opening aus:

Bereits die Grundsteinlegung vor knapp zwei Jahren verhiess ein vielversprechendes Grossprojekt: Starhotelier Carsten K. Rath hatte sich mit Stardesigner Marcel Wanders zusammengetan, um Zürich ein Grand Hotel der Opulenzklasse zu bringen. Im Interview verriet uns Marcel Wanders damals, was „The Next Big Thing“ in der Hotellerie sein würde: Mit Sternen allein ist es nicht mehr getan, der Besucher erwartet heute ein unvergessliches Erlebnis! Hier geht’s zum Interview mit Marcel Wanders auf unserem englischen Reiseblog.

Architekt Sebastian Knorr, CEO Carsten K. Rath und Designer Marcel Wanders

v.l. Architekt Sebastian Knorr, Founder & CEO Carsten K. Rath und Designer Marcel Wanders

Somit waren wir natürlich gespannt, wie sich die hochfliegenden Pläne der Herren in der harten Hotelrealität bewähren.

Kameha Grand Zürich

Am 1. März öffnete das Kameha Grand seine Tore mit einem Tag der offenen Tür. Im Glattpark gelegen, dem neuen Stadtquartier nahe des Flughafens, ist das Hotel aus allen Richtungen gut erreichbar und bis zum Zürcher Hauptbahnhof sind es auch nur gerade mal 15 Minuten.

Der Holländer Marcel Wanders vermählt wie in den meisten Projekten seine opulente Designsprache mit lokalen Merkmalen und dem üblichen Augenzwinkern: So hängen in der Reception riesige Kuhglocken von der Decke, in den Zimmern findet man Trennwände in Form von Schokoladetafeln und in einem grossen Banktresor versteckt sich die Minibar. Wie Tresore überhaupt für vieles herhalten mussten, ist doch auch das Pult tresorartig verziert.

Damit aber nicht genug, auch die Appenzeller Scherenschnitte und die Toblerone-förmigen Kissen erinnern den Gast daran – wir sind hier in der Schweiz!

Mit Individualität und diesem variantenreichen Design will sich das neue Hotel von anderen unterscheiden.

Daneben setzt Gründer und CEO Carsten K. Rath aber auch besonders auf Herzlichkeit und Offenheit seines Personals: Das hochkarätig zusammengestellte Team soll jedermann ermuntern, seinen persönlichen Lieblingsplatz zu finden, sei das die Smoker’s Lounge, die Shisha Bar, eines der Hotelrestaurants, das Hotelzimmer oder gar die Dachterrasse.

Wobei die Puregold Bar fand ich schon auch noch lässig ;-)

Hier befrage ich Carsten Rath, ob er seinen Lieblingsplatz schon gefunden habe und wie weit er denn schon sei auf dem anspruchsvollen Weg zum „besonderen Erlebnis“:

Die Lieblingsplätze der Geniesser

Die exklusive Smoker’s Lounge mit den edlen Fauteuils und einer grossen Auswahl kubanischer und etwas sanfterer dominikanischer Zigarren lassen die Herzen der Zigarrenliebhaber höher schlagen. Zumal die grossflächig hinterleuchteten Fotografien zusätzlich animieren, herzhaft an den getrockneten und gerollten Tabakblättern zu ziehen.

Smoker's Lounge

Smoker’s Lounge

Gleich nebenan versprüht die Shisha Lounge in authentischem Ambiente orientalischen Hauch von 1001 Nacht.

Shisha Bar mit orientalischen Ambiente

Shisha Bar mit orientalischen Ambiente

Kulinarische Geniessermomente

Im Restaurant L’UNICO setzt Küchenchef Igino Bruni auf hausgemachte Pasta, frische Zutaten und… auf selbstgebrauten Limoncello! Auch hier hat sich Marcel Wanders etwas besonderes einfallen lassen: An der Decke hängt ein Pastateller mit sechs Metern Durchmesser und überdimensionierte Pfeffermühlen setzen dem italienischen Essen „scharfe Akzente“.

Italienisches Hotelrestaurant L'Unico

Italienisches Hotelrestaurant L’Unico

Küchenchefs Tommaso Cacciapuoti und Raoul Mühlan mit hausgemachter Pasta

v.l. Tommaso Cacciapuoti und Küchenchef Raoul Mühlan mit hausgemachter Pasta

Stilvolles Ambiente im Japanischen Restaurant

Stilvolles Ambiente im NY NIJYO von Norman Fischer

Das japanische Restaurant YU NIJYO von Küchenchef Norman Fischer verwöhnt Sushi- und Sake-Liebhaber im gepflegt dunklen Ambiente.

In der Puregold Bar & Lounge werden tagsüber Kaffee und feine Cupcake-Variationen geboten, während sich abends die mit Goldmünzen verzierte Bar zu einem Treffpunkt verwandelt, wo man in lässiger Ambiance Cocktails und Longdrinks geniesst.

Variantenreiches Dessertbuffet bei der Puregold Hotelbar

Variantenreiches Dessertbuffet

Barman in der Puregold Hotelbar

Puregold Hotelbar

Die Zimmer und Suiten

In den 245 Zimmern und Suiten werden Komfort mit stilvollem Design und Swissness vereint.

Die Zimmer unterscheiden sich durch ihre Grösse und Lage. So verfügt das Hotel nebst den 224 Premium und Deluxe Zimmern über Executive-, Business- und Themensuiten (wie Poker Face Suite, Fair Play Suite oder die Diva Suite).

Auf diese wären wir besonders gespannt gewesen, aber in den Suiten wurde während des Pre-Openings noch an den letzten Feinheiten geschliffen.

Deluxe Zimmer Kameha Grand Zürich

Badezimmer

Diva Suite

Das Kameha Grand Hotel verzichtet bewusst auf eine herkömmliche Klassifizierung nach Sternen, weil der Gast das Hotel bewerten soll. Zudem sind viele Firmen in ihrem Spesenreglement dazu übergegangen, ihrem reisenden Personal keine Hotelunterkünfte der 5-Sterne Kategorie mehr zu gönnen.

Mit einer solchen Klassifizierung schliesst man sich also automatisch von einem attraktiven Markt aus.

Aber eines ist sicher – Sterne hin oder her; das Kameha Grand Zürich ist ganz bestimmt kein 08/15 Hotel!

Weitere Impressionen vom Pre-Opening Anlass:

Und Impressionen von den fertigen Hotelzimmern:

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About Author

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

5 Kommentare

  1. Die typischen Elemente der Schweiz sind wirklich gekonnt eingebaut worden. Mit einem Augenzwinkern, das ist treffend ausgedrückt ;)

  2. Gioconda Schärer on

    Die Idee, dass den Kunden das Hotel qualifizieren sollen, scheint mir in diesem Fall gerecht.
    Die Fotos zeigen schöne, sehr spezielle verschiedene Details.
    Auch das Essen sieht sehr appetitlich aus…vor allem die „Cupcakes“ und Apà©ro Schalen.

  3. Danke für den Artikel, in meinen Augen gut kommentiert, elegant geschrieben, stimme nach 2 Rundgängen durchs hotel sehr gerne zu…schön kommt das weltläufige und humorvolle Flair in der schweiz gut an!

    • Walter Schärer on

      Danke für den Kommentar eines Design-Profis ;-)
      Wir sind gespannt auf Eure eigenen weiteren Projekte!

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