Seezeitlodge Hotel & Spa – keltisches Saunadorf zum Verbleiben

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See — Zeit — Lodge, das muss man sich im Kopfkino mal zergehen lassen! Die Lodge liegt wohl am See? Und man hat dort extra Zeit für sich? «Seezeit» sozusagen? Und die «Lodge» kann man sich wie ein Blockhaus in Kanada vorstellen?

Ja, ja und nein.

Hotelterrasse der Seezeitlodge am Bostalsee

Hotelterrasse der Seezeitlodge

Sonnenuntergang in der Seezeitlodge am Bostalsee

Sonnenuntergang über dem Bostalsee

Hoteleingang mit Hotelvan der Seezeitlodge am Bostalsee

Hoteleingang mit Sonnensegel und Holzfassade

Schriftzug der Seezeitlodge am Bostalsee

Seezeitlodge Schriftzug

Foyer der Seezeitlodge am Bostalsee

Foyer und dekorierte Lifte

Das Seezeitlodge Hotel und seine Equinox Achse

Die Seezeitlodge liegt tatsächlich an erhöhter Lage, schön über dem Bostalsee, inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück im Saarland. Bereits die alten Kelten liessen sich hier nieder.

Morgens künden Nebelschwaden über dem Wasser von einem frischen Morgen, abends geht die Sonne majestätisch über einer der Sonnwendlinien unter.

«Sonnwendlinien»?!

Die kenne ich halt deshalb, weil die Hotelbar NOX heisst. Wie in Tag- und Nachtgleiche: Also Equinox, wenn der Tag und die Nacht gleich lang sind am 20. März und 23. September.

Und das ist deshalb wichtig, weil das Haus auf keltischer Kultur und deren Wissen beruht, wann die Sonne den kürzesten oder längsten Tag hat – und wie man dies den Nachfahren in Form eines glänzenden Messingbands weitergibt.

Dieses Messingband zieht sich an drei Stellen quer durch das Hotel: Einmal wo die Sonne am kürzesten Tag untergeht und einmal am längsten Tag. Und an der Tag- und Nachtgleiche zieht sich besagtes Messingband eben mitten durch die Bar Equinox, oder kurz NOX.

Alles klar mit Sonne und Mond?

Hotelbar Nox (wie in Equinox) der Seezeitlodge am Bostalsee

Hotelbar NOX im Sonnenaufgang

Hotelbar der Seezeitlodge am Bostalsee

Ananasvogelkanne in der Hotelbar

Wie der stellvertretende Hoteldirektor Kilian Rau weiss, war die Bar bei der Planung des Hauses ein zentrales Element.

Rau ist mir auf Anhieb sympathisch!

Etwas vertrackter wird es, als er uns schildert, wie er während der Bauphase mit einer Wünschelrute in den Händen zwischen den Baggern herumstapfte. Und so den Kraftort für die Feuerstelle des keltischen Aussensaunadorfes suchte.

Und fand! Die Wünschelrute hat angeschlagen!

Also von Feng Shui habe ich auch schon gehört, und es ist tatsächlich räumlich fühlbar. Genius Loci sagen die Architekten dazu. Die alten Kelten nannten es wohl anders. Einfach «Feuer» vielleicht?

Das Seezeit Spa und die Kelten

Wie dem auch sei, das keltische Saunadorf macht das Seezeitlodge Hotel definitiv zur exklusiven Wellnessdestination!

Im Hotel selber gibt es zwar auf 2’700 Quadratmetern einen grosszügigen Spa-Bereich mit Dampfbad, Kräuter- und Panoramasauna, Infinitypool und Ruheraum. Logischerweise mit Panoramafenster und Sicht auf den Bostalsee. Für die «Seezeit» eben…

 

Aber damit nicht genug!

Da die Region um den Bostalsee von keltischer Lebenskultur geprägt ist, nahmen das die Besitzer der Seezeitlodge zum Anlass, neben dem Seezeit Spa ein keltisches Saunadorf zu bauen. Dieses steht ganz im Zeichen der keltischen Heilkunst und Naturrituale, die dieses Volk hier einst praktizierte.

Im Mittelpunkt steht der Ritualplatz mit grosser Räucher- und Holzfeuerstelle.

Drumherum stehen ein Dusch- und Ruhehaus sowie drei Holzhäuser mit einer Kräutersauna, einer keltischen Sauna und einer Erdsauna. Diese ist naturgemäss eingegraben und mit Lehm ausgeschlagen.

Katja meint, die Erdsauna erinnere sie an das Teletubby-Haus. Mir sagen die Teletubbys nichts – stammen die etwa auch von den Kelten ab?

Aber zurück zum Saunieren; auf dem runden Ritualplatz zelebriert der Saunameister nach einem Aufguss mit Wedeltechnik die roten Gesichter der Gäste.

Nach dem Saunaaufguss in der Seezeitlodge am Bostalsee

Hinter Katjas Zehen: Trinkrunde nach dem Saunaaufguss

In einem mittelalterlichen Trinkhorn reicht er allen Teilnehmern einen Smoothie herum. Ob die Kelten in diesen Trinkhörnern wirklich Smoothies tranken, wage ich allerdings zu bezweifeln…

Schriftzug des keltischen Saunadorfes in der Seezeitlodge am Bostalsee

Schriftzug des keltischen Saunadorfes

Feuerstelle im keltischen Saunadorf in der Seezeitlodge am Bostalsee

Feuerstelle im keltischen Saunadorf

Keltisches Saunadorf der Seezeitlodge am Bostalsee

Keltisches Saunadorf mit zentralem Kraftort

 

Sonnenuntergang über dem keltischen Saunadorf in der Seezeitlodge am Bostalsee

Sonnenuntergang über dem keltischen Saunadorf Etwa auf Höhe der NOX Hotelbar

Im Restaurant Lumi

Richtig keltisch geht es hingegen in der Küche zu und her. Küchenchef Daniel Schöfisch bereitet die Speisen ohne viel Schnickschnack zu. Er arbeitet gerne mit klassischen Konservierungsmethoden wie Räuchern, Einlegen und Fermentieren – wie es eben bereits die Kelten kannten.

Hungrig muss hier niemand aufs Zimmer!

Das Restaurant Lumi ist sehr stimmig eingerichtet und die weitläufige Terrasse bietet einen herrlichen Blick auf den See. Sehr gelungen finden wir insbesondere auch das «Lagerfeuer» im Stile einer afrikanischen Lodge.

Lodge-artige Feuerstelle der Seezeitlodge am Bostalsee

Feuerstelle vor dem Hotel

Leuchte im Restaurant Lumi in der Seezeitlodge am Bostalsee

Leuchte im Restaurant Lumi

Katja und Walter vor dem Abendessen

Katja und Walter gehen essen

Lumi Restaurant der Seezeitlodge am Bostalsee

Erbsensuppe im Lumi Restaurant

Lumi Restaurant in der Seezeitlodge am Bostalsee

Langer Tisch im Lumi Restaurant

Sonnenuntergang über der Seezeitlodge am Bostalsee

Sonnenuntergang über dem Bostalsee

Blaue Stunde in der Seezeitlodge am Bostalsee

Blaue Stunde über der Restaurantterrasse

Am nächsten Morgen geht es gleich wieder im Lumi weiter: Das opulente Frühstücksbuffet gibt es von diversen Stationen, u.a. vom langen Tisch mit dem Messingband für den längsten Tag.

Hier breitet die hauseigene Bäckerei ihr mannigfaltiges Sortiment aus.

Brotbuffet der Seezeitlodge am Bostalsee

Brotbuffet aus der eigenen Bäckerei

Frühstückstisch im Restaurant Lumi der Seezeitlodge am Bostalsee

Frühstück im Lumi Restaurant

Architektur und Design

Für die Architektur mit starkem Bezug zur Natur zeichnet das renommierte Berliner Architekturbüro GRAFT verantwortlich. Der Grundgedanke? «Do not disturb!» Die Kräfte des Ortes sollen ungestört bleiben.

Das Intérieur der Unterkunft wurde von Birgit Nicolay vom gleichnamigen Designbüro aus Stuttgart entwickelt. Inspiriert von Entspannung, Genuss, Kultur und Natur wurde eine lässige, moderne – und zugleich verspielte und erfrischende – Atmosphäre geschaffen.

Katja war ob der Liebe zum Detail entzückt, mit der das Hotel eingerichtet wurde. Blumen hier, Baumstämme da, Kerzen und Laternen überall. Und die Schaukelkörbe sowie die sanften Erdtonfarben haben sie bereits beim Eintritt in die Lobby in den Bann gezogen.

Ich fotografiere einfach mal hinterher…

Hotelreception mit Nilpferd in der Seezeitlodge am Bostalsee

Reception mit Nilpferd

Bibliothek der Seezeitlodge am Bostalsee

Bibliothek neben der Bar

Bibliothek und Restaurant der Seezeitlodge am Bostalsee

Bibliothek und Restaurant

 

Aktivitäten rund um den Bostalsee

Sind Urlauber mal nicht mit den keltischen Ritualen und der Tag-und-Nacht-Gleiche beschäftigt, betätigen sie sich sportlich rund um das Hotel. Und zwar gleich um die Ecke. Hinter der Unterkunft liegt nämlich ein riesiges, perfekt gepflegtes Putting Green. Mit 1’600 Quadratmetern(!) das wahrscheinlich grösste Golfgrün Deutschlands?

Putting Green der Seezeitlodge am Bostalsee

Hauseigenes Putting Green

Putting Green Seezeitlodge

Sonnenaufgang über dem Putting Green

Wer dann die Bälle aber doch mal gerne fliegen sieht, findet in nur etwa 5 Kilometern Entfernung den 9-Loch Golfpark Bostalsee. Dieser soll schon bald auf 18 Löcher ausgebaut werden.

Aber auch für Nicht-Golfer bietet die Landschaft rund um den Bostalsee so einiges; das Angebot reicht von Radfahren, Nordic Walken und Wandern bis zu verschiedenen Wassersportarten wie Segeln, Tauchen, Surfen oder Stand up Paddling u.v.m.

A propos Stand up Paddling; die Seezeitlodge bietet ein SUP-Yoga an (also ein Stand up Paddling Yoga)! Hier entspannt man also auf dem Board statt auf der Yogamatte! Wenn das die Kelten wüssten…

Wie auch immer. Was das junge Gastgeberpaar Kathrin und Christian Sersch hier erschaffen hat, ist wirklich ein Top-Hotel – eine atmosphärische Oase, die Wellnessurlauber, Geniesser sowie Naturliebhaber und Aktivurlauber gleichermassen begeistert.

Als kleiner Ausflug können wir übrigens auch den Besuch des Baumwipfelpfades an der Saarschleife empfehen (ca. eine Std. Fahrzeit) wärmstens empfehlen.

Hoteladresse

Seezeitlodge Hotel & Spa
Am Bostalsee 1
66625 Gonnesweiler
Deutschland

E-Mail: mail@seezeitlodge.de
Webseite: seezeitlodge-bostalsee.de
Zur Anfrage oder Buchung geht es hier lang.

Impressionen vom Seezimmer

Seezimmer der Seezeitlodge am Bostalsee

Balkon des Seezimmers, einem geräumigen Doppelzimmer

Katja und Walter Schärer auf dem Balkon des Seezimmers

Zimmer mit Aussicht: Katja und Walter in der Seezimmer-Loggia

 

Anreise

Die Unterkunft liegt im Norden des Saarlands. Der Flughafen Saarbrücken liegt 50 Autominuten weiter südlich.

Aus Zürich gelangt man einfachsten per Flieger zur Seezeitlodge. Und zwar fliegt man ins schöne Luxemburg. Von da aus sind es knapp 100 km. Innert einer Stunde erreicht man die Seezeitlodge per Mietwagen.


 

Unser Dank geht an…

Herzlichen Dank an das Gastgeberpaar Kathrin und Christian Sersch für die grosszügige Einladung! Ein grosses Dankeschön auch an Vizehoteldirektor Kilian Rau für die sehr informative und sympathische Führung ;-)

Und vielen Dank auch an Oliver Sefrin von der Deutschen Zentrale für Tourismus für die Organisation dieses Aufenthalts!

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

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