Am Samstag startete die neue Icelandair Direktverbindung von Zürich nach Reykjavik. Mit einer modernen Boeing 757 fliegt man bis Ende September jeweils Dienstags und Samstags direkt ins Land der Elfen und Vulkane mit langen Namen.

Nachdem ich schon für SWISS über deren Erstflug nach Singapur bloggen durfte, ging es diesmal mit Icelandair von Zürich nach Reykjaviks Flughafen Keflavik in Island (ausgesprochen „Keplavik“).

Erstflug-Crew der Icelandair

Erstflug-Crew der Icelandair

Wie übliche gab es für die Fluggäste am Gate eine kleine Zeremonie und ein Buffet. Der „Erstflug-Kuchen“ war bezeichnenderweise ein kleiner Vulkan :-)

Erstflug-Crew-Icelandair-Zuerich

Crew mit Claire Schubert (links, Marketing/PR Kontinentaleuropa) und Rolf J. Hancock (rechts, Manager Airlines Affairs, Zürich Airport)

Captain Orri Eiriksson verantwortete am 1.6.2013 mit seinem Co-Piloten und der Kabinen-Crew den Icelandair-Erstflug FI569 von Zürich nach Reykjavik. Die Stimmung war festlich und locker ;-)

Captain Orri Eiriksson und Co-Pilot im Cockpit der Boeing 757

Captain Orri Eiriksson und Co-Pilot im Cockpit der Boeing 757

Gemäss Claire Schubert, Marketing- und PR-Verantwortliche von Icelandair für Kontinentaleuropa, liefen die Buchungen für die neue Verbindung so gut an, dass nächstes Jahr die Direktflüge nach Reykjavik schon im April aufgenommen werden.

Komfort an Bord der Boeing 757

Im Rahmen einer von Icelandair organisierten Pressereise durften wir sechs Schreiberlinge in der bequemen Saga Business-Class Platz nehmen.

Neben frischem „Gletscherwasser“, hochwertigen Kopfhörern und flotten Sprüchen auf Servietten oder Kopfstützen fiel mir besonders das Unterhaltungssystem auf. Per Touch-Screen bedient man ein intuitives Menu und kann sich bereits beim Start in Filme vertiefen. Habe ich in dieser Servicequalität noch nie erlebt.

Einzig eine Webcam des Fliegers habe ich vermisst, die ist jeweils bei Start- und Landemanövern schon noch spektakulär…

Nur beim Essen kann Icelandair noch besser werden. Da haben andere Airlines noch die Nase vorn. Aber für einen knapp vierstündigen Flug fliegt man praktisch mit Interkontinentalkomfort. Nicht schlecht!

Wer sich das nötige Kleingeld doch lieber für die Ausflüge auf Island selber aufsparen will, der kann entweder in der Economy oder der Economy Comfort Class Platz nehmen. Sah auch recht komfortabel aus!

Weil die Rückflüge in Reykjavik bereits um 7:20 starten, empfiehlt sich die letzte Übernachtung in der Flughafenstadt Keflavik in der Nähe von Reykjavik. Von hier sind es nur noch 10 Minuten bis zum Flughafenterminal. Die Stadt kann man getrost links liegen lassen, entstand sie doch als Basis für den vormaligen amerikanischen Militärflughafen in einer unwirtlichen Lavalandschaft.

Icelandair Hotelzimmer Keflavik

Icelandair Hotelzimmer in Keflavik

Aber das Hotel der Icelandair-Gruppe ist recht attraktiv eingerichtet. Die Zimmer sind modern und das Frühstücksbuffet umfangreich. Es wird ab 5 Uhr morgens angeboten.

Frühstücksbuffet in Keflavik

Teil des Frühstücksbuffets

Sicherheit an Bord von Icelandair

Das Video über Sicherheit an Bord ignorieren wir Vielflieger üblicherweise ja vertieft in die Bordmagazine oder das emsige Treiben auf dem Rollfeld.

Bei Icelandair hingegen lohnt sich der aufmerksame Blick auf den Monitor: Die eher trockene Materie wurde sehr ansprechend in Bilder der beeindruckenden Naturschönheiten integriert. Auch der isländische Akzent auf der Tonspur ist noch charmant ;-)

Das Drehbuch und die Produktion verantwortete die isländische àslenska Advertising Agency. Regie führte Pegasus. Die Landschaftsaufnahmen stammen von verschiedenen Orten Islands, etwa vom Gletschersee Jökulsárlà³n, vom beeindruckenden Canyon Fjaà°rárgljúfur oder vom berühmten Nationalpark àžà³rsmörk.

Aber warum überhaupt Icelandair?

Logo, alle Schweizer, die nach Island wollen, werden sich das Angebot von Icelandair ansehen wollen. Klarer Fall. Aber das macht Icelandair ja wohl noch nicht zu einer der erfolgreichsten und profitabelsten Airlines. Wer dann?

Wer über den Atlantik fliegt, weiss, dass die Flugrouten nördlich des Atlantiks vorbeiführen am kanadischen Neufundland, dann Grönland und eben auch Island nach Europa. Als die Routen noch von Propellermaschinen bedient wurden, war ein Zwischenhalt in Island unerlässlich, um Sprit nachzutanken. Seit damals bietet Icelandair einen sehr beliebten Transferhub für Transatlantikflüge.

Gleichzeitig macht das die Eisinsel sehr attraktiv für kleine Zwischenstopps, während denen man die Insel erkundigt.

Neuster Island-Superdeal dieser Art ist ein Hin- & Rückflug in der Economy Class inklusive aller Gebühren und 3 Hotelübernachtungen mit Frühstück für nur € 349.

Gullfoss Wasserfall vor verschneiten Vulkanen

Gullfoss Wasserfall vor verschneiten Vulkanen

Zu erleben gibt es dabei tosende Wasserfälle, brodelnde Geysire, blaue-weisse Gletscherlandschaften und die Blaue Lagune. Und im Winter noch Nordlichter dazu.

Pingvellir National Park

Pingvellir National Park mit Sommerresidenz eines Ministers

Schon noch beachtlich…

Herzlichen Dank an Icelandair’s Presseverantwortlichen Arthúr Bollason für die Einladung, ich habe einiges dazugelernt über Elfen und Vulkane mit halsbrecherischen Namen! Aber mehr darüber im nächsten Island-Artikel

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

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