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Emmentaler Gratwanderung zur Lüderenalp – inklusive Nachtlager

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Die Gratwanderung von der Lüderenalp zur Mettlenalp wird als Wanderung der Superlative beworben. Das hat uns natürlich neugierig gemacht. Wanderschuhe schnüren und los!

An grauen Wintertagen, an denen man das Gefühl hat, die Sonne seit Wochen nicht gesehen zu haben, und man sich am liebsten daheim unter eine warme Decke kuscheln würde – an solchen Tagen träume ich mich gerne zurück an dieses wunderschöne Frühsommer-Wochenende mit stahlblauem Himmel und dem Summen der fleissigen Bienen in der Luft.

An solchen Wochenenden kann man einfach nicht anders, als die Wanderschuhe anziehen und die Schweiz erkunden. Die Gratwanderung von der Lüderenalp zur Mettlenalp wird in der BLS-Wanderbroschüre in den höchsten Tönen beworben. Also machen wir uns auf in Richtung Emmental.

Unterwegs auf der Gratwanderung

Unterwegs auf der Wanderung

Stimmung im Wald

Waldstimmung

Vom Bahnhof Langnau i.E. bringt uns der Bus – zusammen mit gefühlt 100 anderen Wandervögeln – auf die Lüderenalp. Von hier aus geht es über Feld-, Wald- und Wiesenwege immer schön in Gratnähe Richtung Napf. Die ganze Wanderung würde ca. 5 Std. dauern. Allerdings entschliessen wir uns kurzfristig, unterwegs zu übernachten.

Lagerfeuer mit Aussicht ins Napfgebiet

Also marschieren wir mal ganz entspannt los. Spontan kaufen wir am Bahnhof noch Cervelats und Brot, weil Stefan unbedingt wieder mal „brötle“ will. Und weil er natürlich immer wieder Hunger kriegt. Ist ja schliesslich ein richtiger Mann

Bereits nach einer halben Stunde des lockeren Wanderns taucht eine perfekt ausgestattete Feuerstelle auf mit herrlichem Blick übers Emmental. Wir sind hin und her gerissen: Wir können doch nicht schon nach so kurzer Zeit eine Pause einlegen? Verdient haben wir es ja noch nicht wirklich.

Aber egal!

Cervelats auf dem Feuer

Unsere Cervelats werden gebraten

Man soll die Feuer feiern wie sie fallen. Und schliesslich haben wir ja Zeit und die Aussicht ist grandios! Also Feuer schüren, Stäckli spitzen und Cervelats übers Feuer halten. Sehr lecker…

Aussicht auf das Napfgebiet

Aussicht von der Feuerstelle

Aussicht auf das Napfgebiet

Abzweigung kurz vor der Luushütte

Kurz vor der Luushütte

Eine Feuerstelle kam danach übrigens keine mehr, also alles richtig gemacht!

Nachtlager im Adlerhorst

Um 15:00 Uhr sind wir bereits in der Luushütte, unserem Nachtlager. Den Rest des Tages lassen wir einfach die Seele baumeln und geniessen die Ruhe und die Aussicht.

Panoramasicht von der Luushütte

Panoramasicht von der Luushütte

Sonnenterrasse Luushütte

Sonnenterrasse der Luushütte

Sonnenuntergang Luushütte

Solche Sonnenuntergänge sind paradiesisch!

Der Massenschlag ist einfach, aber sauber. Und zu unserem Erstaunen und Glück sind wir alleine in einem 8er-Schlag (meine Angst vor Schnarchern und feuchten Wandersocken der Mitwanderer war also völlig unbegründet). Die Wirtin ist sehr sympathisch und der Fitnessteller beziehungsweise die Rösti zum z’Nacht sind hervorragend!

Am nächsten Morgen müssen wir schon früh los. Dafür entschädigt uns ein grandioser Blick auf die Berner Alpen. Phänomenal!

Aussicht von der Luushütte

Aussicht von der Luushütte

Emmentaler Kuh bei der Luushütte

Auch die Emmentaler Kuh geniesst die Morgenstund

Nach 2 Stunden sind wir bereits auf dem Napf, dem Hausberg der Region, und auch hier kann ich mich fast nicht sattsehen an dieser herrlichen Aussicht über die Alpen, das Mittelland und den Jura. Die letzten 400 Höhenmeter geht es zügig runter zur Mettlenalp, von wo uns der Bus zurück nach Langnau i.E. bringt.

Das Napfgebiet eignet sich perfekt für ein grossartiges, entspannendes Wochenende! Wir werden dieser schönen Gegend bald wieder einen Besuch abstatten.

Aussicht auf das Napfgebiet

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Über unsere Reiseblogger

Isabella Pfenninger ist fasziniert von exotischem Essen, fremden Kulturen, historischen Denkmälern und inspirierenden Landschaften. Zusammen mit ihrem Mann Stefan entdeckt sie gerne die schönen Orte in der fernen Welt oder der nahen Schweiz. Beide sind leidenschaftliche Fotografen. Wenn nicht gerade auf Reisen, arbeitet Isabella in der Immobilienbranche.

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