Mauritius – Ferien im Land der Kontraste

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Mauritius gilt weithin als Luxusdestination: Rings um die Insel wimmelt es von 5-Sterne-Hotels, das Essen ist teuer, die Golfplätze exklusiv. Die Insel im indischen Ozean mit ihren paradiesischen Stränden bietet allerdings auch einige Kontraste.

Die Sandstrände auf Mauritius sind unglaublich weiss, die Palmen saftig grün, das Meer türkisfarbig und die Sonnenuntergänge kitschig schön. Was man auf der Insel alles so unternehmen kann, hat Katja in diesem separaten Artikel zusammengestellt.

Frangipani Blüten am Strand

Auch die Frangipaniblüten geniessen den Sonnenuntergang

Kaum verlässt man allerdings eines der vielen Luxusresorts auf der Insel, erhält man einen anderen Eindruck von Mauritius:

Arm und reich

Die Landbevölkerung lebt unter eher ärmlichen Verhältnissen. So machen auch die meisten Städtchen und Dörfer auf uns Schweizer einen bescheidenen Eindruck: Im besseren Fall dominieren rohe Betonstrukturen, im schlechteren Wellblechbehausungen. Auch die Coca Cola-Stände sehen nicht gerade prunkvoll aus.

Coke-Getränkestand am Strand von Flic en Flac in Mauritius

Coke-Getränkestand am Strand von Flic en Flac

Vereinzelt tauchen dann aber auch eingezäunte Villensiedlungen oder Marinas auf, wie zum Beispiel um Flic en Flac. Mit bewachter Einfahrt und eigenem Spa.

In der Hauptstadt Port Louis liegen arm und reich gleich nebeneinander: Anschliessend an das Bankenviertel mit seinen modernen Hochhäusern schmiegt sich das geschäftige Chinatown mit einfacheren Geschäften. Die Stadt ist ziemlich quirlig und laut.

Stadt und Land

Ausserhalb des kleinen Hochhaus-Zentrums sind in Port Louis die Läden zum Hafen hin eher schäbig.

Strassenszene in Port Louis nahe der Waterfront

Strassenszene in Port Louis nahe der Waterfront

Den Asphaltdschungel trennt eine zweispurigen Schnellstrasse vom Meer. Auf der Meerseite wurde die moderne „Le Caudan Waterfront“ hochgezogen mit Shopping-Malls, Hotels, Restaurants und einem Museum.

Man halte sich an eine von zwei Unterführungen, anders ist der Weg an die Waterfront über die stark befahrene Strasse nicht zu machen.

Waterfront Le Caudan Port Louis Mauritius

Waterfront Le Caudan

Der Kontrast von der Hauptstadt zu den ländlichen Zuckerrohrfeldern und Teeplantagen könnte nicht grösser sein. Dort geht alles gemächlicher den Lauf der Zeit.

Landstrasse Mauritius

Auf den Landstrassen geht’s gemütlich zu und her

Zuckerrohrplantagen Mauritius

Zuckerrohrfeld

Tag und Nacht

Wie überall gibt es natürlich auch in Mauritius Tag und Nacht ;-) Allerdings ist die Nacht hier etwas dunkler als andernorts, denn „Lichtverschmutzung“ gibt es kaum: In den Dörfern flackern zwar vereinzelte Strassenlaternen, die Landstrassen sind jedoch nicht beleuchtet.

Nachts zieht es Locals bevorzugt in Casinos und Discos. Da wir typischerweise beides links liegen lassen, beschränken wir unsere Nachtausflüge auf die Hotelbar.

Taxi, Contract Bus oder Mietwagen

Was der Unterschied zwischen Taxis und Contract Bussen ist, müssen wir noch recherchieren. Von beidem scheint es jedenfalls keinen Mangel zu geben. Beide sind an allen Sehenswürdigkeiten anzutreffen und seien sie noch so abgelegen.

Die beste Möglichkeit, um Mauritius auf eigene Faust zu erkunden, ist allerdings ein eigener Mietwagen. Danke an dieser Stelle an Manta Reisen für den feinen Van! Er bietet uns jederzeit Platz in Hülle und Fülle und lässt sich dennoch wendig durch all die Kurven lenken.

Nissan Mietwagen am Macondé Aussichtspunkt

Nissan Mietwagen am Macondé Aussichtspunkt

Der Verkehr auf Mauritius ist insgesamt – vor allem auserhalb der Städte – recht gemächlich. Zu beachten gilt allerdings, dass auf Mauritius britischer Linksverkehr herrscht.

Ausserdem ist etwas speziell, dass man(n) mangels Parkplätzen in den Dörfern die Autos oder gar ganze Busse einfach mitten auf der Strasse abstellt. Die nachkommenden Autos können gefälligst ausweichen. Ein auf der ganzen Insel zu beobachtendes Phänomen…

Nach einer Woche Mietwagen fahre ich jedenfalls gekonnt wie ein Local regelmässig auf die Gegenfahrbahn, um uns Platz zu verschaffen.

Landstrasse auf Mauritius

Landstrasse auf Mauritius. Achtung Linksverkehr!

Nach dem Regen scheint die Sonne

Das Wetter auf Mauritius kann überraschend plötzlich umschlagen: Vom stahlblauen Himmel zum Wolkenbruch geht es mitunter recht schnell! Dafür ist der Spuk auch bald vorbei und man findet sich wieder auf der Sonnenseite des Lebens ;-)

Wer das Glück hat, nur schönes Wetter vorzufinden, beachte mal die Grösse und Breite der Strassengräben: Bei Starkregen muss im Paradies wohl die Hölle los sein?

Strassengräben auf Mauritius

Strassengräben auf Mauritius

Sonne und Mond

Auch Sonne und Mond bilden in Mauritius ein extravagantes Spektakel. Der Sonnenaufgang ist bekanntlich an der Ostküste. Wer ihn sehen will, muss aber wohl aus dem Bett gefallen sein.

Mir ergeht es jedenfalls einmal so und entsprechend lungere ich schon früh morgens vor 6 Uhr am Strand herum. Mit vielen japanischen Fotografen und ihren Teleskopen.

Ich weiss jetzt nicht, ob man von Japan her kommend in Mauritius an Jetlag leidet, jedenfalls sind die Kollegen überraschend zahlreich vertreten.

Sonnenaufgang am Strand von Long Beach in Mauritius

Sonnenaufgang frühmorgens am Strand von Belle Mare

Wer den Tag gemächlicher angehen will, orientiert sich passenderweise am – Mondaufgang! Abends geht der Vollmond spektakulär über dem Meer auf. Wir müssen zweimal hinschauen, als sich der bereits schwarze Nachthorizont golden zu färben beginnt!

Mondaufgang am Strand von Long Beach in Mauritius

Mondaufgang bei Belle Mare

Wer nicht auf den obligaten Sonnenuntergang unter Palmen verzichten kann, hält sich auf der Ostseite der Insel schadlos. Hier wählt man aus endlos vielen Optionen, mit welchem Zusatzsujet – im Fachjargon als „Störer“ bekannt – man den Sonnenuntergang inszenieren will.

Als Beispiel seien nur mal genannt Kitesurfer, Strandfelsen, Sitzbänke, Sonnenschirme oder Strandpalmen. Oder auch mal ein Wächter.

Wächter am Beachcomber Dinarobin Strand

Wächter am Beachcomber Dinarobin Strand und seinem Sonnenuntergang

Die Südost-Passatwinde sorgen übrigens auch dafür, dass es an der Westküste etwas wärmer ist als im Osten der Insel.

Hotel oder Wohnung in Mauritius

Hotels gibt es in Mauritius in rauen Mengen. Tendenziell im oberen Sterne-Bereich. In den Hochglanzkatalogen werden natürlich die luxuriösen 5-Sterne-Resorts angepriesen, die sich entlang der schönsten weissen Sandstrände aneinander reihen und mit ihren schönen Pools um Gäste buhlen. Gemäss Booking.com werden aber auch überraschend viele Wohnungen als Ferienunterkünfte angeboten.

Pool Beachcomber Dinarobin Hotel

Pool des Beachcomber Dinarobin Hotels

Obwohl die Hotels im November praktisch ausgebucht sind, verteilen sich die Gäste über die weitläufigen Anlagen und unterschiedlichen Tätigkeiten so sehr, dass man öfters das Gefühl hat, dass das Paradies ausgestorben sei.

Wir persönlich geniessen es allerdings, die Strände und Infrastruktur für uns zu haben. Hier braucht also niemand die Strandliege zu reservieren… ;-)

Sonnenliege Strans Dinarobin Beachcomber

Die Sonnenliegen sind hier nicht nur beim Sonnenuntergang frei

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Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

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