Tamarindo ist ein touristisches Küstenstädtchen im Nordwesten Costa Ricas.
Es wimmelt von Surfern mit Boards auf den Schultern und Bars, die schon am frühen Abend öffnen.
Am späteren Abend versammelt sich die Sonnenanbeter-Community am Strand zum täglichen Sonnenuntergang.
Von dort geht es nahtlos über in die Beach-Clubs am Strand.
Für diejenigen jedenfalls, die eine Reservierung haben. Ab dem zweiten Abend gelingt uns das dann auch…
In Tamarindo findest du endlose Sandstrände, goldene Farben am Himmel, irgendwo Musik und diese entspannte Pura-Vida-Stimmung.
Tamarindo ist touristisch. Das weiss es selbst. Und es stört irgendwie nicht.
Wir geniessen es jedenfalls sehr: Ein Fischgericht im Halbschatten des Restaurants Agua Salada ist himmlisch. Und überhaupt nicht versalzen, wie der Name suggerieren würde.
Nur wenige Meter entfernt liegt der Las Baulas National Marine Park. Hier geht es gemächlicher zu und her: Ruhige Wasserarme statt Wellen. Mangroven statt Strand. Stille statt Trubel.
Es sei denn, man kommt einem hungrigen Krokodil in den Weg. Von unserem Boot aus beobachten wir die Kajakfahrer einigermassen besorgt…
Tamarindo: Energie, Strand und Pura Vida
Tamarindo ist der letzte Stop unserer Rundreise. Und irgendwie passt das.
Nach Regenwald, Nebelwald, Vulkan und Nationalparks folgen in Tamarindo lange Spaziergänge am Strand und entspannte Abende mit gutem Essen.
Der Sonnenuntergang gehört zum Pflichtprogramm.
Las Baulas Nationalpark: Mangrovenwald und Tiere
Der Las Baulas National Marine Park ist vor allem bekannt als Nistplatz der Lederschildkröten. Je nach Saison (meist Oktober bis Februar) kommen sie nachts an den Strand von Playa Grande, gleich neben Tamarindo.
Es ist eine der grössten Lederschildkröten-Niststätten Mittelamerikas, direkt vor der Haustür.
Tagsüber lohnt sich eine Mangroven-Tour auf den ruhigen Wasserarmen des Parks. Wir steigen am frühen Morgen ins Boot.
Das Wasser ist ruhig, fast spiegelglatt. Unser Guide steuert langsam durch die schmalen Kanäle, links und rechts dichte Mangroven. Am Anfang wirkt alles still.
Riesige Leguane liegen auf den Sandbänken, fast wie hingestellt.
Dann entdeckst du ein regloses Krokodil am Ufer, als wäre es ausgestopft.
Bis es sich eben doch bewegt und überraschend gespenstisch im Wasser versinkt.
Ich schaue etwas besorgt mit grossen Augen zu den Kajakfahrern hinüber…
Der Guide stoppt immer wieder den Motor und wartet, bis man selbst erkennt, was er längst gesehen hat.
Weiter oben in den Ästen hängen Brüllaffen – für einmal still. Auch sie geniessen Pura Vida!
Und dann, kurz bevor die Tour endet: ein Waschbär mit zwei Jungen. Er bewegt sich vorsichtig entlang der Äste, bleibt immer wieder stehen und schaut zu uns rüber. Einen Moment lang beobachten wir uns gegenseitig. Keiner bewegt sich.
Das ist der Moment, den du nach Hause trägst.
Praktische Tipps zur Baulas Mangroven-Tour
Früh am Morgen starten: mehr Tiere, weniger Hitze, ruhigeres Wasser. Insektenschutz mitnehmen, die Mangroven sind grosszügig mit Moskitos ausgestattet!
Die Tour dauert ca. 2 Stunden, der Preis liegt bei ca. 45 USD (Stand: März 2026). Wir haben über GetYourGuide gebucht.
Wer es sportlicher mag, bucht per Kajak statt Boot. Aber eben, die Krokodile… ich weiss nicht so recht?
Tamarindo Restaurant-Tipps
Tamarindo hat eine überraschend gute Restaurantszene, von entspannt bis gehoben, fast alles direkt am oder nahe am Strand.
Tabú ist unsere Empfehlung für den Sonnenuntergang. Das Restaurant direkt am Strand ist mit Bambus und lokalen Naturmaterialien gebaut. Es ist eine Mischung aus Bali und Costa Rica. Tapas, Ceviche, frischer Fisch, dazu Live-Musik mit Bossanova und Jazz. Happy Hour ab 16:30 Uhr.
Ocho Beach Club gehört zum gleichnamigen Boutique-Hotel und hat sich als eigenständige Adresse etabliert. Internationale Küche, kreativ und frisch. Die Atmosphäre zwischen Kokospalmen und weissem Sand ist abends besonders schön.
Agua Salada ist der lokalere Tipp: ein Familienbetrieb etwas nördlich des Zentrums, wo der Río Tamarindo ins Meer fliesst. Gebratener ganzer Snapper, peruanisches Ceviche, Grilloktopus. Genau richtig für einen entspannten Lunch.
Fazit: Tamarindo als letzter Akt
Tamarindo ist jetzt nicht DAS Highlight unserer Reise. Aber es ist der richtige Abschluss.
Und der Sonnenuntergang hier ist mehr als ein schöner Moment am Ende des Tages. Er ist das Sinnbild für die ganze Reise. Die Sonne sinkt langsam hinter den Pazifik, das Licht wird golden, dann orange, dann weg.
Am Strand sitzen Menschen aus aller Welt. Irgendwo spielt Musik. Und immer mehr fühlen wir, warum Tamarindo als letzter Stop der Reise passt.
Mit einem Glas Wein auf der Terrasse von Tabú, dem Wellenrauschen im Hintergrund und dem Wissen, dass morgen der Flug nach Hause geht: So endet unsere Costa Rica Rundreise. Mit einem Lächeln, ein bisschen Müdigkeit und dem leisen Wunsch, noch ein paar Tage länger zu bleiben.
Der internationale Flughafen Liberia ist übrigens nur 1.5 Stunden entfernt. Er kommt schneller, als man möchte.
Die Rückgabestation für Mietwagen liegt etwas vorher, du wirst mit einem Shuttle zum Flughafen gefahren.
Tamarindo ist der letzte Stop unserer zweieinhalbwöchigen Costa Rica Rundreise von Uvita entlang der Pazifikküste bis an die Guanacaste-Küste.
