Hamburg ist eine unserer deutschen Lieblingsstädte. Ob es die kühle Meeresbrise an der Binnenalster, die schwere Klinkerarchitektur oder die weltoffene Seefahreratmosphäre ist, können wir nicht genau identifizieren. Jedenfalls kommt zu allem jetzt auch noch ein attraktives neues Quartier dazu: Anschliessend an die grossen Lagerhäuser am Hafen entsteht der neue Stadtteil Überseequartier mit dem Zentrum Hafencity. Ein Einblick in eine der grössten Baustellen Europas.

Bei unserem neusten Besuch in Hamburg haben wir ausnahmsweise auf einen Ausflug in die Nobelvororte um Blankenese verzichtet. Weil wir waren eingeladen, uns ein paar attraktive und in der Schweiz noch nicht so bekannte Hotels anzusehen. Hier unsere Eindrücke aus verschiedenen Quartieren:

Neustadt

Um Jungfernstieg, Binnen- und Kleine Alster kamen wir nicht herum, ist klar. Deren Lage ist zu zentral und die Stimmung zu attraktiv, als dass man sie auslassen könnte.

Sonnenuntergang an der kleinen Alster

Sonnenuntergang an der Kleinen Alster

Dann aber machten wir uns schnell in Richtung für uns noch unbekannte Quartiere…

Überseequartier und Hafencity

Fangen wir doch gleich mit einem der neuen Highlights an!

Für uns Binnen-Schweizer wirkt ja schon der Name „Überseequartier“ exotisch und eine „Hafencity“ gibt’s bei uns grad auch nicht. Wir sind schon stolz, wenn wir mit Zürich so was ähnliches wie eine „City“ hinkriegen. Und die „Elbphilharmonie“ ist dann nur noch das Tüpfchen auf dem „i“. Im übertragenen Sinne wie auch architektonisch… aber das ist glaub’s ein Politikum von wegen Baukosten oder so. Ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt, sollen inzwischen 575 Millionen nötig sein. Oups!

Das Gebiet um die Hafencity ist zwar noch eine Riesenbaustelle, einzelne Gebäude, Einkaufsstrassen und die U-Bahn Station der verlängerten Linie U4 sind aber schon in Betrieb und funktionieren einwandfrei.

Baustelle beim Marco Polo Tower

Grossbaustelle beim Marco Polo Tower in der Hafencity

Wer sich das zur Hälfte fertiggestellte Überseequartier näher ansehen will, ist im Hotel 25hours Hafencity bestens aufgehoben. Das brandneue Hotel der auch in Zürich bekannten Kette bietet schickes Seefahrer-Ambiente mit dem üblichen Augenzwinkern: So sauniert man beispielsweise auf dem Dachgeschoss in einem Hapag-Lloyd Container…

Matrosen bei der Teewerbung

Matrosen bei der Teewerbung im 25hours Hafencity

Als kleiner „Matrosen-Vorgeschmack“ hier einfach mal ein Ausschnitt der Bemalung im Badezimmer ;-)

Badezimmerbemalung im Hotel 25hours Hafencity

Badezimmerbemalung im Hotel 25hours Hafencity

Bahrenpark

Auf Einladung von Stefan Pallasch von der innovativen Fortune Hotels Gruppe weilten wir auch im Bahrenpark. Das vormalige Gaswerkareal wurde von den geschäftstüchtigen Geschäftsführern um Kai Hollmann und Christoph Hoffmann schon vor mehr als 10 Jahren als künftiges Trendquartier identifiziert. Entsprechend bauten sie hier ihr erstes 25hours Hotel. Das Number One, wie sie es weitsichtigerweise nannten. (Und so ist es, dort zu übernachten)

Restaurant des 25hours Hamburg Number One im Bahrenpark

Restaurant des 25hours Hamburg Number One im Bahrenpark

Es richtete sich an die damaligen Ausgehszenis, damit sie nach durchtanzter Nacht nicht nach Hause mussten. Heute ist das Gaswerkareal mehr ein Geschäfts- als ein Ausgehviertel, was aber der Hotelauslastung überhaupt keinen Abbruch tut. Auch Geschäftsleute mögen das poppig-junge Ambiente, wie wir beim Abendessen eindrücklich erfahren haben. Nur mit knapper Not konnten wir noch einen kleinen Tisch ergattern…

Wenn schon im vormaligen Gaswerk, dann kann man vis-à -vis auch mal im Gastwerk übernachten. Wem mehr nach Loft-Feeling und Design ist, sollte sich für diese Bleibe begeistern! Auch dessen Restaurant „Mangold“ ist sehr zu empfehlen!

Mangold Restaurant des Hotels Gastwerk

Mangold Restaurant des Hotels Gastwerk

Und die Sofas im Gastwerk sind sehr klein ;-)

Couch im Gastwerk

Sofa im Gastwerk

Sternschanze / Messe / Wasserturm

Nördlich des Sternschanze Parks und seinem vormaligen Wasserturm erstreckt sich ein quirliges Ausgehviertel mit zahlreichen Bars und Restaurants. Gleich nebenan befindet sich das weitläufige Messegelände Hamburgs mit dem wuchtigen Fernsehturm.

Messe und Fernsehturm Hamburg

Messe und Fernsehturm Hamburg

Das Ganze verfügt an der Sternschanze über einen eigenen S- und U-Bahnanschluss und ist damit von praktisch überall sehr gut erreichbar.

Über allem thront zentral das Mövenpick Hotel (naja, einmal abgesehen vom Fernsehturm natürlich).

Aussicht der Turmsuite im Mövenpick Wasserturm

Aussicht der Turmsuite im Mövenpick Wasserturm

Das Hotel wurde im vormaligen Wasserturm eingerichtet, so dass man aus den Zimmern eine grandiose Aussicht über die Stadt geniesst. Ob der Turm-Suite waren wir hin und weg, in Sachen Unterkunft etwas vom Spektakulärsten, das wir auf unseren zahlreichen Reisen je gesehen haben. Aber auch die „normalen“ Hotelzimmer sind mit ihren warmen Farbtönen, den grosszügigen Platzverhältnissen und dem modernen Bad durchaus mit den besten Hotels vergleichbar.

Überhaupt hatten wir aus der Schweiz heraus von der Mövenpick Marke einen etwas verstaubten Eindruck. Was wir dann aber in Hamburg, Berlin oder Amsterdam angetroffen haben, hat uns total überrascht: Attraktives, modernes Design, super Lage und gute Küche machen die Mövenpick Hotels für uns zu einer einfachen Empfehlung. Da riskieren wir nichts, die lassen nichts anbrennen…

Mövenpick Hotel Wasserturm an der Sternschanze

Mövenpick Hotel Wasserturm an der Sternschanze

Wie es uns zum Valentinstagsessen im Restaurant erging, ist in dieser Fotoreportage nachzulesen. Es gab Hamburger Pannfisch vom Kabeljau und Lachs.

Unbedingt hingehen: Die in die Kellergewölbe eingearbeitete Bar „Cave“ und meine neuste Entdeckung bestellen: einen Martini Cocktail!

Martini-Cocktails-Caves-Bar-Moevenpick-Hotel-Hamburg

Martini Cocktail in der Cave Bar des Mövenpick Wasserturm

Hotel.de hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass es noch weitere attraktive Hotels gäbe. Stimmt natürlich, und wir wissen auch schon das eine oder andere, das wir nächstes Mal besuchen werden ;-)

Und zu guter Letzt:

Hamburgs Bier, Marke Astra

Man(n) war nicht in Hamburg, wenn man nicht ein lokales Bier gekostet hat. Auch mal als „Herrenhandtasche“ bekannt, gibt’s von Astra das sehr erfrischende – pardon – Arschkalt.

Astra Arschkalt Herrenhandtasche

Die Herrenhandtasche Modell „Arschkalt“ von Astra

Nochmal von Astra ist auch das „Rotlicht“ Bier empfehlenswert. Wie man den knackigen Namen entnimmt, sind auch die Jungs von Astra mit einem Augenzwinkern unterwegs, so dass man das Bier am besten in einem der 25hours Hotels trinkt, den Hotels mit dem Augenzwinkern…

Astra Rotlicht Bier

Astra Rotlicht Bier im Heimat Restaurant des 25hours Hafencity

Und wer es trotzdem noch etwas herber mag, dem müsste das Jever munden. Auch eine sehr gute Wahl!

Diese Reise wurde möglich dank der grosszügigen Unterstützung durch Fortune Hotels, Hotel.de, Mövenpick Hamburg.

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Wer schreibt hier?

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

2 Kommentare

  1. Toller Bericht, ich bin schon in Hamburg verliebt, obwohl ich noch gar nie dort war. Dies soll aber noch dieses Jahr geändert werden und ich hoffe, auch in einige der stylischen Hotels hinein zu sehen! :)

    • Danke ;-)

      Im Sommer würde ich unbedingt auch die Villenvororte besuchen und eine Hafenrundfahrt machen! Haben wir dieses Mal leider nicht geschafft…

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