Mauritius – 15 Reisetipps für die paradiesische Insel

2

Mauritius ist der Sehnsuchtsort vieler Urlauber. Kein Wunder, denn die Trauminsel im Indischen Ozean trumpft mit weissen Sandstränden, saftig grünen Palmen und türkisfarbenem Meer auf. Hier mein Reisebericht mit 15 Tipps, wie man auf der Insel Ferien macht:

Soviel vorweg – sie sind wirklich so weiss, wie sie in den Hochglanzkatalogen der Reiseveranstalter angepriesen werden; Mauritius hat Traumstrände soweit das Auge reicht! Mit so klingenden Namen wie Ile aux Cerfs, Belle Mare oder Grand Baie.

Und im Hintergrund strahlt das üppige Grün der Berge mit dem türkisfarbenen Meer und dem weissen Strand um die Wette. Genau dieses Farbenspiel macht den Mauritius-Urlaub zu einem Traum!

Strand von Le Morne in Mauritius

Das Paradies auf Erden – Hier einer der schönsten Strände bei Le Morne

Die Traumstrände auf Mauritius

Wir haben uns vor allem an der Ost- und Südwestküste umgeschaut, aber auf Ausflügen praktisch die ganze Insel umrundet.

Der Strand von Le Morne (im Südwesten) liegt auf der Halbinsel, auf der sich der majestätische Le Morne Brabant befindet. Der Berg, aufgrund seiner ungewöhnlichen Form von den Einheimischen auch „Tafelberg von Mauritius“ genannt, bildet einen eindrucksvollen Hintergrund und Kontrast zum weissen Sandstrand.

Ausserdem hat uns in Le Morne die Weite beeindruckt. Sie lädt geradezu ein, sich auf ausgedehnte Strandspaziergänge zu begeben. Bei Wind finden hier Kitesurfer ihr Paradies!

Ach ja – und die Sonnenuntergänge sind hier kitschig schön… Zu geniessen in Luxushotels wie Beachcomber Dinarobin oder Le Paradis, LUX* Le Morne und St. Regis. Für Badeferien perfekt!

Hier ein paar Impressionen von Stränden und ihrem Sonnenuntergang:

Etwas nördlich bietet Flic en Flac weitere langgezogene Strände. Besonders an Wochenenden werden sie von den Einheimischen in der Art von Zeltplätzen belegt. Sie wohnen dann praktisch am Strand.

Grand Baie im Norden der Insel wirkt nobler als andere Strandabschnitte. Dafür ist die Küstenlinie oft nicht zugänglich, da von Villen besetzt. Auch nicht schlecht!

Belle Mare an der Ostküste zählt mit fast fünf Kilometern zu den längsten Stränden von Mauritius. Geschützt durch das Korallenriff ist der Strand eine flache Bucht mit feinem, weissem Sand und kristallklarem Wasser.

Die Ostküste wirkt noch sehr ursprünglich. Hier haben uns vor allem die überwiegend unberührte Natur und die tropischen Filaosbäume gefallen.

Während die Westküste von Mauritius vor allem für ihre eindrucksvollen Sonnenuntergänge bekannt ist, sind an der Ostküste die Sonnenaufgänge unvergleichlich – es lohnt sich also durchaus, einmal früh aufzustehen…

Das haben wir während unseres Aufenthalts im Designhotel Long Beach Mauritius auch gemacht! Das weitläufige Resort ist mein Geheimtipp…

Strand von Long Beach bei Belle Mare Mauritius

Long Beach: Hier kann man nicht nur die Seele baumeln lassen…

Sonnenliegen am Hotelstrand von Long Beach in Belle Mare

Sonnenliegen von Long Beach bei Belle Mare

Sonnenaufgang am Strand von Long Beach in Mauritius

Sonnenaufgang frühmorgens am Strand von Belle Mare

Im Süden von Mauritius schliesslich sind die Strände eher einfach, ebenso wie die Dörfer.

Auch ist der Macondé-Aussichtspunkt weniger spektakulär, als die Reviews vermuten lassen: Er liegt zwar exponiert in einer schönen Kurve, zu sehen gibt es im Meer oder an der Küste aber nicht viel.

Kurve beim Macondé Aussichtspunkt

Das spektakulärste am Macondé Aussichtspunkt: Die Sicht aufs Land statt aufs Meer

Wassersport auf Mauritius

Klar, dass sich auf Mauritius die üblichen Wassersportarten wie Schnorcheln, Kajaking, Windsurfing oder Kitesurfing anbieten. Die Windbedingungen sind für Freunde der vollen Segel perfekt!

Walter surft in Le Morne der Welle entgegen. Wenn das nur gut geht :-)

Auch Taucher bekommen einiges zu sehen, wenn auch nicht auf gleichem Niveau wie auf den „benachbarten“ Malediven.

Obwohl Mauritius natürlich im selben Indischen Ozean liegt… Zusammen mit La Réunion einfach etwas weiter südlich auf der Höhe von Madagaskar vor Afrika.

Feuerfisch im Korallenriff vor Mauritius

Feuerfisch im Korallenriff

Wer noch nie tauchen war, sich aber in ein U-Boot traut, sollte allenfalls mal die Blue Safari in Erwägung ziehen. Wir haben es diesmal verpasst, aber auf Teneriffa waren die vergleichbaren Unterwasser-Scooter ganz witzig…

Auf der Insel kommen aber nicht nur Wasserratten und Sonnenanbeter auf ihre Kosten, sondern auch für Naturliebhaber und Golfspieler ist der Inselstaat zu empfehlen.

Das Golfer Eldorado

Golfer finden auf Mauritius zahlreiche Anlagen. Die Ile aux Cerfs und der Anahita im Osten der Insel zählen zu den spektakulärsten Golfplätzen weit und breit. Allerdings lohnt es sich, viele Bälle mitzubringen. Sehr viele, denn es gibt Gelegenheit ohne Ende, Bälle zu versenken!

Golfplatz Ile aux Cerfs Mauritius

Spektakulärer Golfplatz Ile aux Cerfs

Auch der Paradis Golfplatz im Südwesten auf der Halbinsel Le Morne hat ein paar Bahnen mit Spezialeffekt zu bieten – meist in Form von Wasser!

Und der Tamarina Golfplatz im Westen bietet beim Signature Hole sogar freie Sicht auf das „Matterhorn von Mauritius“, den Mont du Rempart.

Paradis Golfplatz Mauritius

Paradis Golfplatz mit Blick auf den Mont Brabant

Tamarina Golf mit Sicht auf den Mont du Rempart

Tamarina Golf mit Sicht auf den Mont du Rempart – das Matterhorn von Mauritius

Ausflugstipps für den aktiven Urlaub

Wanderer finden im Black River Gorge Nationalpark lauschige und schattige Wanderwege.

Davon gibt es auf Mauritius nicht mehr viele, da die Wälder auf 2% der Landfläche heruntergerodet wurden. Zugunsten von omnipräsenten Tee- und Zuckerrohrplantagen.

Black River Gorge Mauritius

Einer der Wanderwege im Black River Gorge Nationalpark

Zuckerrohrplantagen auf der Insel Mauritius

Zuckerrohrplantagen soweit das Auge reicht

Dennoch lohnt sich ein Ausflug in den Nationalpark. Denn in der gleichen Region um Chamarel locken der höchste Wasserfall auf Mauritius, der Cascade Chamarel, wie auch das Phänomen der siebenfarbigen Erde „Terres des sept couleurs“ – eine durch Mineraloxidation entstandene, farbige Hügellandschaft.

Ein paar Autominuten weiter bergwärts liegt der Ebony Forest Chamarel. Hier wird die Wiederaufforstung gefördert und der wenige verbliebene Urwald gepflegt.

Informationswillige Touristen werden per Land Cruiser sehr steile Strässchen bis auf den Gipfel hochgefahren. Unterwegs gibt es einen Urwald Lehrpfad zu bestaunen. Ein kleines Restaurant mit Museum gibt es natürlich auch.

Chamarel Wasserfall Mauritius

Der Chamarel-Wasserfall

7 coloured earth Mauritius

Hügellandschaft – 7 coloured earth

Liebhaber von Flora sollten auch unbedingt einen Besuch im botanischen Garten in Pamplemousses (Sir Seewoosagur Ramgoolam SSR Botanical Garden) einplanen. Besonders beeindruckend sind die beiden Teiche mit den Riesenseerosen und den Lotusblumen. Und die Riesenschildkröten.

Hier versuche ich mich im Bäume umarmen:

Lotusblumen botanischer Garten Pamplemousses

Lotusblumen im botanischen Garten Sir Seewoosagur Ramgoolam bei Pamplemousses

Radfahrer sehen wir auf Mauritius nur wenige. Es scheint uns dafür mit den engen und teilweise holprigen Strassen auch nicht besonders geeignet – mal ganz abgesehen von der gelegentlichen Hitze.

Familien mit Jungmannschaft empfiehlt sich ein Ausflug in den Casela Park bei Flic en Flac. In einer Mini-Safari wird der Nachwuchs in die Gepflogenheiten des Buschs eingeführt.

Die Insel mit dem Mietwagen erkunden

Bei den meisten Sehenswürdigkeiten, und seien sie noch so abgelegen, sind Taxis oder Contract Busse anzutreffen.

Die beste Möglichkeit, um Mauritius auf eigene Faust zu erkunden, ist allerdings ein eigener Mietwagen. Denn das öffentliche Verkehrsnetz scheint uns nicht allzu dicht zu sein.

Zu beachten ist einfach, dass auf der Insel Linksverkehr gilt. Trotz den französisch anmutenden Ortsnamen. Und in der Nacht sieht man kaum Strassenlaternen. Entsprechend vorsichtig sollte man kutschieren.

Nissan Mietwagen am Macondé Aussichtspunkt

Nissan Mietwagen am Macondé Aussichtspunkt

Landstrasse auf Mauritius

Landstrasse auf Mauritius
Nicht vergessen: Es gilt Linksverkehr!

Durch die Hauptstadt Port Louis schlendern

Zugegeben, die Hauptstadt von Mauritius ist quirlig und laut. Dennoch sollte man sich das Schauspiel in den Strassen von Port Louis nicht entgehen lassen. Walter hätte hier noch Stunden verbringen können. So sehr hat ihn das emsige Treiben fasziniert.

Hier Walters Impressionen aus Port Louis:

Restaurants und Kulinarik

Wer aktiv ist, muss natürlich auch immer wieder etwas essen.

Das Essen auf Mauritius besteht aus einer Mischung von indischen, afrikanischen und chinesischen Einflüssen. Allerdings ist es schwierig, ausserhalb der Resorts ansprechende Restaurants zu finden. Eine All Inclusive Buchung ist also durchaus zu empfehlen.

An der Ostküste in Trou D’Eau Douce südlich von Poste de Flacq gibt es „Le Café des Arts“ mit guten Reviews. Im Norden um Grand Gaube sind die guten Lokale gut hinter Mauern versteckt und schwer zu finden.

Im Süden sehen wir fast keine Restaurants, die Touristen anziehen würden – mal abgesehen von Shopping Malls und ihren Food-Courts mit Cafés, Restaurants und Supermärkten.

Grillierter Fisch im Restaurant Le Bougainville

Grillierter Fisch in Flic en Flac

Im Westen bei Flic en Flac taucht dann so etwas wie eine „Restaurantmeile“ auf, wo sich mehrere Restaurants aneinander reihen.

Aber auch hier ist der Eindruck, den die Restaurants von aussen vermitteln, etwas zwiespältig. Die mobilen Burger-Stationen am Strand haben teilweise bessere Ratings, wie wir nachträglich recherchieren…

Je nachdem, wo man also logiert, empfehlen wir die Buchung von Halb- oder Vollpension. Es sei denn, man hat gleich in der Nähe des Hotels so ein Restaurant wie das Wapalapam in Le Morne.

Wapalapam Restaurant in Le Morne Mauritius

Wapalapam Restaurant in Le Morne

Der geschäftstüchtige österreichische Inhaber des Wapalapam weiss aber offensichtlich um die kaufkräftige Hotelkundschaft von nebenan: Die Preise sind eher gesalzen. Wie überall auf Mauritius, denn die Insel ist keine günstige Destination. Immerhin stimmt im Wapalapam das Preis-/Leistungsverhältnis…

Beste Reisezeit für Mauritius Ferien

Mauritius kann das ganze Jahr besucht werden, denn das Klima ist ganzjährig angenehm warm bis schwül heiss. Die beste Reisezeit ist von September bis Dezember und von März bis Mai.

Die Hauptreisezeit von Dezember bis Februar ist optimal zum tauchen und schnorcheln, allerdings ist das Wetter dann sehr heiss und feucht.

Das tropische Klima ist ganzjährig warm, die Regenzeit dauert von November bis April. Im Januar und Februar besuchen ab und zu Wirbelstürme die Insel.

Warm und trocken sind die Monate Mai bis September.

Eine Besonderheit des Klimas in Mauritius ist der Kontrast von Ost- und Westküste: Die Südwest-Passatwinde bringen der Westküste einen „Föhn-Effekt“, so dass es an der Westseite etwas wärmer ist als im Osten der Insel.

Wem schnell mal fröstelt, hält sich also eher an die Resorts im Westen. Oder besucht das Spa der Hotel-Angebote.

Per Direktflug nach Mauritius

Viele Airlines fliegen direkt nach Mauritius. Allen voran natürlich Air Mauritius.

Aus Deutschland hält man sich an Eurowings oder Condor.

Aus Zürich bietet Edelweiss Air die beste Verbindung. Nach 11 Stunden Flug landet man in MRU. Buchbar sind die Ferienträume in der Schweiz u.a. bei Manta Reisen, dem Spezialisten für den Indischen Ozean.

Gut zu wissen über Mauritius

  • Die Zeitzone ist +3 Stunden MEZ, es gibt also kaum Zeitverschiebung
  • Die Währung MUR wird als Mauritius-Rupie bezeichnet
  • Die Telefonvorwahl ist +230
  • Die Netzspannung ist 230 V, die Stecker sind Englisch. Schweizer Doppelstecker passen ohne Adapter hinein
  • In vielen Restaurants ist ein W-LAN verfügbar

Soweit meine Reiseinformationen, jetzt wünsche ich viel Spass im Urlaubsparadies ;-)

Empfehlen Sie uns weiter?

Über unsere Reiseblogger

Katja Birrer liebt es, neue Länder und Kulturen zu entdecken. Als Fachspezialistin in der Unternehmenskommunikation gehört Schreiben zu ihrem Alltag. Sie koordiniert und organisiert nebenbei die zahlreichen Reisen und Ausflüge von reisememo.ch und ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

2 Kommentare

    • Ja, die Golfplätze auf Mauritius sind wirklich wunderschön. Nur haben wir etwas viele Bälle verloren. Vermutlich weil wir durch das tolle Panorama rings um die Plätze etwas abgelenkt waren ;-)

Hier kommentieren (Ihre E-Mail bei gravatar.com registrieren für Profilbild)