Nizwa – vormalige Hauptstadt mit Souk und Fort

0

Nizwa ist eine malerische kleine Stadt im Landesinnern. Neben dem Viehmarkt, dem Souk und dem angrenzenden Fort ist Nizwa besonders auch wegen seiner Abzweigung ins Designhotel Alila Djabal Akhbar wichtig für den Tourismus…

Aussicht auf Nizwa vom Turm des Forts

Aussicht vom Nizwa Fort auf die Oasenstadt

Nizwa liegt knapp anderthalb Autostunden südwestlich der heutigen Hauptstadt Muscat (rund 150 km). Bis ins 12. Jahrhundert war Nizwa selber Landeshauptstadt.

Die Oasenstadt liegt umgeben von ausgedehnten Palmenhainen am Fusse des Hadschar-Gebirge, nahe dem Dschabal al-Achdar – dem höchsten Bergmassiv Omans. Im Oman halte man sich übrigens nicht lange mit der Schreibweise auf, denn «Dschabal al-Achdar» findet man auch als «Jebel Al Akhdar».

Renovierter Souk in Nizwa

«Souk» bedeutet Markt und bezeichnet in arabischen Städten das kommerzielle Viertel und deren Markt.

Der West Souk von Nizwa wurde renoviert. Hier bieten unter anderem Silberschmiede ihre traditionellen omanischen Silberprodukte an, mittlerweile primär für die Touristen.

Massives Zugangstor zum Souk mit Strassenlaterne

Zugangstor zum Souk

Nizwa Craft Souk

Nizwa Craft Souk

Nizwa Craft Souk

Nizwa Craft Souk

Jeden Freitag findet ab 7 Uhr früh bis ca. 11 Uhr, bevor es zu heiss wird, vor den Toren des Souks ein grosser Tiermarkt statt mit Ziegen, Schafen und Rindern. Daneben glänzen die Auslagen der Silberschmiede mit ihren Krummdolchen.

Bei der Planung einer Omanreise sollte man generell dem Freitag grosse Beachtung schenken, denn der Wochentag entspricht unserem Sonntag. Dann finden spezielle Veranstaltungen statt oder man kann bestimmte Sehenswürdigkeiten wie Moscheen eben nicht besuchen.

Aussicht vom Nizwa Fort

Der weitherum sichtbare Rundturm der Festung von Nizwa ist mit einer Höhe von 28 Metern der grösste Turm in Oman.

Turm und Zinnen des Nizwa Forts

Weit herum sichtbarer Turm des Nizwa Forts

Nizwa Fort

Die Festung aus dem 17. Jahrhundert bietet einen grosszügigen Panoramablick über die Oasenstadt und die angrenzende Moschee.

Moschee und Minarett von Nizwa

Moschee und Minarett von Nizwa

 

Das Fort ist jetzt nicht gerade riesig, trotzdem kann es natürlich sein, dass einen ob des Auf und Ab der Hunger packt.

Praktischerweise liegt gleich vis-à-vis des Forts der Nizwa Fort Coffee Shop.

Lunch beim Nizwa Fort Coffee Shop

Wenn es die Hitze erlaubt, nimmt man draussen auf einem der 3 Tische Platz. Wir nehmen gern im klimatisierten Innenraum Platz.

Für oder besser gegen den kleinen Hunger bestelle ich ein Tuna-Sandwich. Und versuchshalber einen Dattelsaft. Datteln sind ja hier omnipräsent.

Der Saft schmeckt nach… Datteln. Ist ganz okay.

Datteln gibt es im Oman praktisch zu jeder Gelegenheit, oft in Restaurants zur Begrüssung.

Das Sandwich sieht zwar lecker aus, tendiert aber etwas in Richtung Sardellen. Das würde ich nicht mehr wählen.

Dattelsaft

Dattelsaft. Er schmeckt stark nach… Datteln.

Tuna-Sandwich im Nizwa Fort Coffee Shop

Tuna-Sandwich

Eindrückliches Bahla Fort

Wer von Forts noch nicht genug hat, dem empfehle ich das noch imposantere Bahla Fort.

Die 30 Autominuten entfernte Oase Bahla verdankt ihren Wohlstand den Banu Nebhan, dem vom 12. bis Ende des 15. Jahrhunderts dominanten Stamm der Region.

Das riesige und gut restaurierte Fort mit seinen Mauern und Türmen aus ungebranntem Ziegelstein und seinen Steinfundamenten ist ein leuchtendes Beispiel für die Art der damaligen Befestigungen.

Das Fort ist tatsächlich eindrücklich!

Die Bautechnik stammt noch aus der “Pre-Gunpowder” Zeit: Die aus ungebrannten Lehmziegeln errichtete Befestigung würde den später aufkommenden Kanonenkugeln nicht standhalten.

Turm und Mauer des Bahla Forts

Bahla Fort

Eingang zum Bahla Fort mit Kanonen

Eingang zum Bahla Fort

 

Der Eintritt kostet 500 Baisa pro Person, also rund CHF 1.30.

Damit wird das Fort auch schön instandgehalten ;-)

Jibreen Castle

Wer jetzt von Forts noch immer nicht genug hat, der fährt 10 Minuten weiter ins Jibreen Castle auf der andern Seite von Bahla.

Jibreen Castle

Jibreen Castle

Jibreen Castle und Toyota Prado

Unser Toyota Prado vor dem Fort

Als wir es sehen, scheint es uns aber so viel kleiner als Fort Bahla, dass wir unverrichteter Dinge die Kurve kratzen und zurückfahren in unser Alila-Paradies in den Bergen.

Abzweigung zum Alila Djabal Akhbar

Nizwa ist auch deshalb bekannt, weil man hier von der Autobahn und Landstrasse kommend hinauf ins Gebirge abzweigt. Vorbei an einem Polizeiposten hinauf zum berühmten Designhotel Alila Djabal Akhdar. Dem widmen wir einen eigenen Review. Den haben sie sich verdient ;-)

Pool und Sonnenschutz des Alila Jabal Akhdar

Pool und Sonnenschutz im Alila Djabal Akhbar Designhotel

Weitere Highlights rund um Nizwa

Ich empfand die einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht als superbombastisch. Da man wegen des Alila Djabal aber eh in der Gegend ist, lohnt es sich trotzdem, den einen oder anderen Ausflug zu unternehmen:

  • Die alte Lehmsiedlung Al-Hamra und das Wadi Nakhar sind weitere Ausflugsziele in der Nähe von Nizwa
  • Im Hinterland von Al-Hamra befindet sich 30 Autominuten weiter oben die Bergoase Misfat al Abryyin. Sie gilt zwar als Touristenmagnet, interessanterweise als solcher aber kaum zu erkennen. Hier unser Review
    Oasendorf Misfat al Abriyyin bei Al Hamra
  • Festung Bait Na’aman nahe Bahla, welche als Museum vom Leben der omanischen Herrscher im 18. Jahrhundert erzählt
  • Djebel Akhdar Gebirge, auf dessen Saiq Plateau auch im Hochsommer angenehme Kühle und frische Früchte bei spektakulärer Aussicht zu geniessen sind
  • Jebel Shams, der höchste Berg Omans mit sensationellen Ausblicken in den “Grand Canyon“ Omans
  • Al Hoota Tropfsteinhöhle, das zweitgrößte Höhlensystem im Oman
  • Bienenkorbgräber Al Ayn und Bat, die 5.000 Jahre alt sind und zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen
  • Wadi Nakhar, eine 1.000m tiefe Schlucht, die auch als “Grand Canyon des Oman” bezeichnet wird. Du benötigst unbedingt einen Geländewagen für die Strecke

Empfehlen Sie uns weiter?

Über unsere Reiseblogger

Walter Schärer ist leidenschaftlicher Vielreisender, Taucher, Golfer, Fotograf und Reiseblogger für reisememo.ch. Und Philosoph und Humorist und für Acryl auf Leinwand hat er auch eine Passion. Und über Gourmet-Restaurants schreibt er neuerdings auch noch... Walter ist Mitglied im Swiss Travelwriters Club.

Hier kommentieren (Ihre E-Mail bei gravatar.com registrieren für Profilbild)